Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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296 X1H. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

nige Monate damit zugebracht, die zur Ausführung desselben dienliche Maasregeln zufassen »).

§. 226.

Wie dieser an- Es war gewis was sonderbares, daß in st geraumer Zeit, und da st viel Men-

führet werbm daran Theil hatten, gleichwol nichts davon laut wurde; und es würde noch wutt-sdüen. derbarer seyn, daß die Verschworncn, da sie ihre eigene Stärke gewust, st lange ver-zögert, wo nicht aus ihrem eigenen Geständnis offenbar worden, daß sie nur darauf ge-wartet, was der Krieg in Java für einen Ausgang gewinnen würde: wobey man Ursachehat zu glauben, daß Peter Erdcrfeldr in der Meinung gestanden, daß es der Kaiser anetwas fehlen lassen, so sie von ihm erwartet. Denn als er nachher den König vonBancam, dessen Character dem Leser bereits gemeldet worden, antrat, und ihm einegenaue Nachricht von der Lage ertheilte, darin sich die Sachen befanden, ehe die zuMAufruhr bestimte Zeit völlig abgelaufen war: st gab er zu verstehen, daß, st bald ersich in seiner neuen Monarchie vest gcseßet haben würde, er gesonnen sey, den Kaiseranzugreifen, und er zweifle gar nicht daran, daß er unter seinen Unterthanen einen star-ken Anhang finden werde. Diese lehre Entdeckung beunruhigte nun den König vonBatttam; er betrachtete den kühnen Geist dieses Mannes, und die erstaunliche Heim-lichkeit, mit welcher diese gefährliche Unternehmung seit geraumer Zeit tractirct worden/und fing an zu besorgen, daß er einen gefährlichern Nachbar an ihm bekommen möchte,als er bisher an der Compagnie gehabt. Und da er damals mir seinen Unterthanen inst schlechter Harmonie stund, daß er sich ohne eine holländische Bedeckung nicht getrauteaus seiner Vestung zu gehen: st glaubte er, daß es sein eigenes Interesse erfordere, deMGeneral und Staatsrath zu Batavra von dem Nachricht zu geben, was ihm von die-ser Lonstiration kund geworden. Dadurch wurden sie nun in den Stand gesehet, die-jenigen ohne Rumor zu greifen, die sich bey diesem Anschlage am geschäftigsten bewiesen,um die nöthigen Maasregeln zu nehmen, einen Aufruhr, fals er entstehen solte, baldzu dämpfen. Denn man hatte allerdings Ursache zu besorgen, daß diejenigen, die sichverbindlich gemachet, dem Erberfeldt und feinen Mitverscbwornen Beistand zu leistestzu den Waffen greifen möchten, sie entweder zu erretten/ oder sich selbst zu vertheidi-gen. Sie Miethen aber in eine solche Bestürzung, als sie sahen, daß die Sache verra-then war, daß sie sich entweder fürchteten, sich zu rühren, oder in der Meinung sie-den, daß, wenn sie sich ruhig hielten, die Regierung zu Batavia gleichfals die Rüstder Colonie in Betrachtung ziehen urrd st thun werde, als ob sie von dem Compl^nichts wüsten. Fals sie nun aus diesem Bewegungsgrunde es thaten, so waren st' istwis nicht unrecht dran. Denn der Generalgouverneur sowol als der Rath, ob sie gleichwider die Verrärher, die sie in ihren Handen hatten, hart verfuhren, vermeldeten Dweislich alles, wodurch diese Leute hatten in Verzweiflung gebracht werden könnestals welche sich mit einem Aufruhr geendiget haben würde w), wovon die Folge st*sie sehr gefährlich seyn können. Indes ist es wahrscheinlich genung, daß dies Malstgung in den Gemüthern der gebornen Insulaner weiter nichts gewirkct, als daß st'künftige bey ihren Intriguen behutsamer gemachet worden; wie solches die nachfolgendenBegebenheiten erweisen. Wir gehen aber in unserer gegenwärtigen Historie welle

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