Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
406
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426 Xili- Buch. Historie der ostindischen Handlurrgsgeselschaften.

"neraldicector über die Häupter ihrer Gouverneur und Gouvernantinnen die Sonnen""schirme halten sotten, wenn sie ausgegangen; alle Staatsräthe in Indien hatten sie"lebendig spieffen wollen, bis auf Herrn Imhofund Tcdens, die sie für ihre grösiestett"Feinde gehalten, die sie in kleine Kochstücken zerhacken und essen wollen. Die alten"Männer hatten sie den nächsten Morgen, die alten Weiber aber am Abend verbrennen"wollen. Die jungen Weiber hatten ihren Gouvernantinnen, und die übrigen den"chinesischen Damen dienen sollen; die jungen Männer aber, die dem Blutbad entgaw"gen, hatten zu Sclaven gemachet werden sollen. Unter der Beute fanden sich fünf"Standarten. An der ersten stund mit chinesischen Buchstaben geschrieben: Dell"'zweiten October zur Ehre des IOOSTIE. An der zweiten: Für unsere"alte Freiherr. An der dritten: Zur Befreiung der Unterdrückten. An den"beiden übrigen: GOTT wird uns helfen. So bald als in der Stadt alles ruhig"geworden, denn die Lhinestr fuhren in den Gebirgen fort, alles mit Feuer und"Schwerdt zu verwüsten, so setzte der Generalgouverneur einen Preis auf die Köpfe der"beiden Oberhäupter, so daß derjenige fünfhundert Kronen, der sie todt lieferte, und"tausend Kronen, der sie lebendig brachte, haben solte; wer einen Lhinestr tödtete,''solte zweihundert, und wer einen lebendig brachte, solte fünfhundert Kronen bekoiw"men. Dabey wurde aber auch allen und jeden ein Generalpardvn angekündiget, die"sich vor dem zwey und zwanzigsten November zum Gehorsam und Unterthänigkeit ^"klaren würden; worauf auch, alles vorhergegangenen ungeachtet, sich eine grosse""Menge meldeten und die vorgeschriebenen Bedingungen annahmen." Das ist nMwie wir vorhin bemerket haben, die beste Nachricht von diesem außerordentlichenfall, wobey man bekent, daß verschiedene besondere Umstände Übergängen, und eine aU§führliche Relation versprochen worden, die aber bis jetzo noch nicht erschienen ist.

§. rzi.

Nerval, Diese Nachricht wurde im Monat Julius I74r nach Holland gebracht, l-tid

tunq M wie man kan sich leicht vorstellen, daß man wegen der Folgen besorgt gewesen. Gegen dasberherstellmig Ende des Jahres wurde der Baron Gustav Wilhelm Imhof, der ehedem Gouvek'der ruhe. neur zu Legion gewesen und bey diesem Posten sich grosse Hochachtung erworben ha^/von der ostindischen Compagnie zum Generalgouverneur erkläret h), und im Frühjahr1742 gieng er am Bord eines unter seiner Direction gebauten Schiffes nach Baravialder vorige Gouverneur aber wurde vom Vorgebirge der guten Hofnung zun'^geschicket, wo er auf einen; Compagnieschif angekommen war, um an dem Orte verho'ret zu werden, wo er war beschuldiget worden, daß er seine Autorität in vielen Fäll^auf eine schändliche Art gemisbranchet, und wo er auch bis an seinen Tod in Arrestblieben >) H). Man «nachte sich grosse Hofnung von der Regierung des Baron

h) Uercure Rillvrigue et 'polingvc tom. >>;. p. z;x.sächlich aus Privatnachrichtcn genommen worden.

i) Diese Begebenheiten

sind

H) In einigen Nachrichten, die um diese Zeitpubliciret wurden, hies es, daß die Effecten desGouverneurs, die am Bord der nach -HollanSzurückgehenden und aus neunzehen Schiffen be-stehenden Flotte, weggenommen worden, sich auf

fünf Millionen Florenen, oder auf eine hal ^lion Sterling belaufen, und daß nicht ab-sondern auch zween von den indianischen ^rächen, die es mit ihm gehalten, ingl"^ ^sb-Fiscal oder Gemraladvvcat, ihrer Lernt« ^