Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
412
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41 r XM. Buch. Historie der ostindischen Handkungsgeselschafteu.

Z. 2Z4.

Abbildung der- Die Stadt BütavM wird nicht nur von Holländern bewohnt, sondern

verschiedenen auch von einer grossen Menge Indianern von verschiedenen Nationen. Jene, das

eimvühner zir ist die Holländer, sind insgesamt entweder freie Bürger, oder stehen in Diensten derBattwia. Compagnie. Es gibt auch viele Portugiesen, Franzosen und andere Europäer da<selbst, die sich um des Handels willen da aufhalten. Diese Portugiesen stammen meüstens von denen her, die ehedem hier oder zu Goa gewohnt ; und weil sie ihren Vor,theil unter einer so gelinden Regierung finden, so haben sie sichs nicht beikommen lassen,wegzugehen, als die Seeküsten der Insel Java unter die Botinassigkeit der ostindifiheNCompagnie kamen -). Jeho bekennen sie sich , wenigstens einem sehr grossen Theilnach, zu der herrschenden, das ist, protestantisch reformirten Religion. Anlangenddie indianischen Einwohner, so bestehen sie aus Iavanesern, oder im Lande Geboreneu, aus Chmestrn, LNalayanen, Negern, Amboynesern, 2lrmemaitcrN,Eingebornen von der Insel Bali, aus LNard^kern, Macastaren, TimorettrBougis, u. s w. t). Es ist ein seltsame^ zugleich aber angenehmer Anblick, wennman siehet, daß in einer so grossen Stadt eine solche Menge Menschen von verschied^neu Nationen beisammen leben, ihre besondere Wohnungen haben und nach ihrer eigenenArt leben. Alle Augenblicke siehet man neue Gewohnheiten, fremde Sitten, mamcherlcy Trachten und Gesichter von verschiedenen Farben, schwarze, weisse, brauneund olivenfürbige. Ein jeglicher lebet nach seiner Beliebung, und jeglicher redet seineeigene Sprache. Dieser Verschiedenheit der Gewohnheiten aber ungeachtet, die eimander so sehr zuwider sind, beobachtet man eine bewundernswürdige Einträchtigkeit Uwter diesen Bürgern, die eine blosse Wirkung der Handelschaft ist, davon ein jeglicheunter diesem grossen Volk beseelet ist; so daß sie nach allen Absichten sich einförmig undübereinstimmend bewegen, und unter den von der ostindischen Compagnie eingeführtengelinden und klugen Gesehen bequem und glücklich leben. Anlangend die Gewissensfrenheit, so gemessen dieselbe alle Einwohner dieser Stadt,, sie mögen seyn von welcherSecte sie wollen; nur die öffentliche Uebung ihres Gottesdienstes wird ihnen nicht vettstattet u). Es ist hier so wenig als in den vereinigten Provinzen erlaubet, daßster oder Mönche in ihren Ordenstrachten über die Strassen gehen dürfen; sonst aberkönnen sie sich alle hier aufhalten, bis auf die Jesuiten, welche nicht um ihrer Reibgion willen von Baravia ausgeschlossen sind,, sondern aus Furcht vor ihren Schelm^reim, und daß sie hier Meutereien und Zerrüttungen anrichten möchten, wie sie-""andern Orten gethan, wo sie vesten Fus gefastet. Anlangend die Chmeser so wirdihnen, da ihre Religion ein Greuel ist, keine Pagode in der Stadt vergönnet; aber

eine

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VLitiesux.csy.ri. Le Brun, de Graaf.

L) Da diese- Nachkommen der Portugiesen ihnen,, die sehr reich sind, und viele befindenProteskanten geworden, und- folglich »iir den in guten Umständen, welche sie von ihren,-^ollänSern einerley Interesse haben, so wird in der Handelschasi herleiten, indem sehr wenigihnen auch in allen Stücken so begegnet, als ob unter ihnen sich auf was anders legen / nursie zu dieser Nation gehörcten; sie haben auch jeuigen ausgenoinmeii, die sich zum Dienst ^durch ihre unveräiiberliche Treue gezcmct, daß sie Kirche zubereiten lassendiejcs Vertrauen verdienet. Es gibt einige unterL.eguat 6s rraaxyjs vol. L. y. 8 2 ,