Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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415
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5. Hauptst. z. Abs. Von den Coloirien der Holländer in Indien. 415

s>l betrügen, daß sie sich vielmehr eine Ehre daraus Machen. Die Kleider, so sie tra,bkn, sind entweder seidene oder baumwollene Zeuge. Die Männer tragen eine baum-wollene Binde um den Kopf, und ihre schwarzen Haare binden sie hinten in einen Kno-Eon zusammen k). Die LQegroes, die zu Baravra wohnen, sind meisten Ms-dammedanec. Sie kommen von der Küste von Bengal, kleiden sich wie die Mck-und wohnen in ihren Häusern; einige treiben Handthierungen, andere aber ge-?ki mir ihren Waaren Hausiren. Die Angesehensten unter ihnen handeln mit Steinen^ Bauen, die sie von den benachbarten Inseln bringen. Die Ambs^neser bauenHäuser von Bambusrohr, deren Fenster sie von Rohr siechten und sehr künstliche Figu«in dieselben bringen. Sie sind sehr kühne, ungestüme Leute, und so unruhig, daßnicht in der Stadt wohnen dürfen, sondern haben ihr Quartier nicht weit davon, wo^ Thmeser ihre Todren begraben s). Sie haben einen Obersten, dem sie grosse Ehr,^bietung beweisen, der auch in ihrem Quartier ein sehr prächtiges Haus hat, das nachMr Art ausmeubliret ist. Ihre Waffen bestehen aus breiten Säbeln und langenSchilden. Die Männer tragen eine baumwollene Binde.um ihre Köpfe, an welcherSween Zipftl herabhangen, und diese Art von Turban schmücken sie mit einer MengeBlumen h). Die Weiber tragen eine Kleidung, die vest an ihren Leib anschließet,Wii die Schultern schlagen sie einen baumwollenen Mantel, die Arme aber sind entblöst.Hre Häuser sind von Brettern zusammen geschlagen, mit Laub bedecket, zwey bisStockwerk hoch, und der unterste Flur ist in verschiedene Zimmer abgetheilet. DieAlardyker oder Topasser sind abgöttische Heiden, die aus verschiedenen indianischenKationen bestehen, und verschiedene Gewerbe und Handthierungen treiben; ihre Kauf,wüte haben grossen Verkehr auf allen benachbarten Inseln. Einige derselben sind Gärt-et, andere ernähren sich mit der Vieh- und Vogelzucht. Die Männer kleiden sich mei,llens wie die Holländer, die Weiber aber gehen wie andere Indianer i). Sie wohnen1°wol in der Stadt als auf dem Lande. Ihre Häuser sind besser gcbauet, als der übri-^ Indianer ihre, nemlich gemeiniglich von Bruch, oder von Mauersteinen, etlicheStockwerk hoch und sehr manierlich k) N). Man findet auch einige Macassarn zu

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ll rtic> de Graaf Lelstina lle !ü Vllle äe yzrsvis. I.'LxpeZiriorr l!e troiz Vsillesux tom. r. p. 66.st) Janixon Lrsr presenr cle Is des krovmLis Vmez rom. i. p. zxs.zz;.? h) I?Lx-

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Da diese Leute nicht nur hier, sondern"ch durch ganz Vstindien betaut sind, so wirdseyn, zu bemerken, daß sie ihren Namenspaßen, nicht, wie einige sich vorgestellet ha-te» ' Edelgcstein gleiches Namens herlei-

^ ' sondern von einem Worte in der malayischenDrache, das so viel heissct, als, die Sitten nach-ten und sich in der Kleidung und Gewohnhei-> "ach andern Leuten richten 7). Kurz, diepasse» sind Leute von verschiedenen Nationen,gj^)°siey Gesichtsfarbe, und ungleicher Reli,yy?' wdstn man -Heiden, MohammedanerChristen unter ihnen findet; alle aber ver-

einigen sich in diesem Umstände, daß sie die Klei-dung, und so weit als sichs thun laßt, auch dieSitten und Neigungen der Europäer annehmen,unter welchen sie wohnen, oder denen sie unter-khänig sind. Wo tragen sie, znm Exempel, zn Ba-tavia Jacken und kurze Beinkleider, sprechen ge-brochen holländisch), und sind entweder Solda-ten, oder Knechte und Mägde der Kaufleute, odertröbelu auf ihre eigene Hand. Zu Goa sehen sieaus wie die Portugiesen, und iw Fort Gt.George und in andern engländischen Niederla,gen bemühen sie sich, die Engländer nachzuah-men, so gut sie können 8).

7 ) Neuhof Vov-ixcs p. Zi6. 8) Janixon Idsk pressier 6e I-> «spubliizue äes provinces

vieles vol. 1. x- z;z. Hamilton ^ccounc vk rles Lett InLss vol. 1. p. Z77.