4i4 xm. Buch. Historie der ostmdischen HandlungsgeMschasteir.
ist, wie sie von ihnen getrieben wird. , Ihre Kleidung ist wenig von derjenigen rillte^schieden, die sie in ihrem Lande tragen. Ihre Röcke sind sehr weit, und ihre Ermel, dievon Lattun sind, sind sehr lang. Unterwerks tragen sie Beinkleider, die bis auf die Kni"chel herabhangen. Sie tragen keine Schuhe, sondern eine Art kleiner Pantoffeln,und ziehen niemals Strümpfe an. Ihre Weiber tragen gleichfalls lange Röcke, sindlustig, lebhaft, dabey aber auch sehr unverschämt und ausserordentlich geil b).Chmestr wissen überhaupt nichts von einem Unterschied der Speisen; vielmehr essnsie ohne Umstände alles Fleisch, das in ihre Hände komt, es sey nun von Hunden, K^Hen, Ratten, oder was es will. Die Chincstr sind, wie die Javanejer, dem Sp>^ganz ausserordentlich ergeben, und diese Sucht macht sie zuweilen, sonderlich beimnengefechte am neuen Jahrestage, fast unsinnig. Sie verspielen alsdenn nicht nur alleihr Geld, Häuser und Güther, sondern verpfänden auch ihre Weiber und Kinder, undwenn alles verloren ist, jo verpfänden sie ihre Bärte, Nägel und Würde, das ist, ^verpflichten sich, eher nicht ihre Barte abzuscharen, oder ihre^ Nagel abzuschneiden, odckdes Handels halber zu Schiffe zu gehen, als bis sie alles bezahlet, was sie verspielet-Auf die Weise werden sie die elendesten Creaturen von der Weit, und in diestmstände müssen sie sich bey andern Lhinejcrn als Sclaven vermiethen. Unter diesem l!^glück ist ihnen nur Ein Mittel übrig, nemlich, daß einige ihrer Anverwandten entwederhier oder in Lhma, aus blosser Zärtlichkeit und Mitleiden, ihre Schulden bezahlen e)
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Der Ma.' Die Malaien, die zu Batavia wohnen, beschäftigen sich vornemlich »>>t
layen, 'Ne- der Fischerey. Ihre Fahrzeuge sind sehr artig gebauet und von gutem Ansehen, u»dgres, Mardy- ihre Segel flechten sie sehr künstlich aus Stroh. Sonst aber sind sie die heillosestenker -c. lüderlichsten Bösewichte, die öfters um eines nichtigen Gewinstes willen Mordthat^'verüben. Sie bekennen sich zur mohammedanischen Religion, wissen aber schlecht^'nichts von einer gesunden Moral, und sie tragen so wenig Bedenken, einen Cbrrst^
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h) plic. de Grass Relation äe 1a ViN- lle Raravia.t>Ü!,ue äss Rrovincss t-'niss rvm. i. p.Z5i.z;r.
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M) Es ist sehr schwer, dem Leser von diesenmorgenlandischen Nationen, so ferne sie unter den-Holländern wohnen, einen deutlichen Dcgrifzu mau'e», indem verschiedene Schriftsteller auchverschiedene Beschreibungen von ihnen mache»,sonderlich von den Lhinesern; indes kan manüberhaupt von ihnen sagen, daß sie sich durch gu-te uird böse Eigenschaften unterscheiden, davonjene von einigen übertrieben, diese aber von an-dern mit den heölichsten Farben abgemahlet wer-den. Indes wird von allen Seiten zugestanden,daß die HollänSer ohne diese Leute und nachMaasgebung ihrer verschiedenen Eigenschaften,sich schwerlich würden erhalten, noch vielwenigeraber einen so ausgebreiteten Handel treiben kön-nen , dadurch sie zu Batsvia so erstaunlich reich
6) Neuhof Voygxss P-ZI4- Nie. de Grass Relation äs Iz Vills cle Raravia.üe ia Republigue cies Rrovinees Vnies Vol, 1 . p. zz6.
geworden. Um dieser Ursache willen sahen sitneu ehedem gar sehr durch die Finger; nicht a'Zärtlichkeit gegen sie, sondern um ihres cig/^,Vortheils willen. Denn sie legten ihnen zucher Zeit entsetzliche Lasten auf, darunter älich das Kopfgeld gehöret, von jeglichem KopffDnatlich einen Thaler; und wenn sie goldene adeln in ihren Haaren tragen wollen, (zu ^Eitelkeit sie überaus geneigt sind,) so müsst"für jegliche Nadel auch einen Thaler geben,ser und einiger andern geringern Abgabenachtet, finden sie so viele Wege, Geld zunen, daß sie, wenn man im Ganzen vonredet, erstaunlich reich sind, und die es nicht I .,die werden von ihrem eigenen Volke »ntehet 6).
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