420 XIII. Buch. Histyrie her ostindischen Handlungsgeselschaftett.
Nachricht überein, die uns von der ausserordentlichen Fruchtbarkeit von Java, undvon den zahlreichen Kriegesheeren gegeben wird, welche von Fürsten, die doch nurTheile von dieser Insel unter ihrer Jurisdiktion gehabt, auf die Beine gebracht wor-den O>).
§» 2Z8» ^ ^
Schleunige Bey dem allen ist dieses in den Augen verständiger Männer bewundernswür-
aufnähme der big, daß die holländische Compagnie im Stande gewesen, in einer so kurzen Zeit, nein-Holländer auf M stchzehen Jahr nach ihrer ersten Einrichtung, ihre Niederlage auf die Trümmern einerdieser insel. königlichen Stadt zu erbauen, und wenig Jahre darauf dieselbe gegen die vereinigteMachc ver ganzen Insel zu vertheidigen. Es ist ganz richtig, daß nicht weniger alsvierzig Jahr dazu gehöret, die Stadt Bakavia mit allen ihren Vestungswerken zurVollkommenheit zu bringen; nichts destoweniger unternahm die Compagnie binnen die-ser Zeit wichtige Dinge, und führete sie auch hinaus; sie eroberte durch ihre Waffengrosse Länder, und nöthigte viele reiche und mächtige Fürsten, sich nicht nur um ihre Ge-wogenheit zu bewerben, sondern auch ihre Sicherheit unter ihrem Schutz zu suchen t).Wir haben in der vorhergehenden Historie, so kurz als es uns möglich gewesen, gezei-gt, durch was für Wege dieses alles gegangen, wie man sich dabey zuweilen der Listbedienet, bald Allianzen aufgerichtet, bald offenbare Gewalt gebrauchet, zahlreicheKriegesheere auf die Beine gebracht, und ein Jahr nach dem andern grosse Flotten aus-gerüstet, und unermeslich viel Blut und Reichthümer aufgeopfert. Dadurch muffenun, wie leicht zu erachten, der Profit ihres Handels sehr vermindert, und eine Gele-genheit
1») Garst» öl-i»aires. x) t-keuhof x>. ZL-2.
Q.) Da die besten holländischen Schriftsteller inihren Berichten hievon übereinstimmen, so ver-dienet Lie Sacke um so viel mehr Beifall, zumalwenn wir erwegen, daß die Kaiser von Javahierüber zu Rath gezogen worden, welche die An-zalfi ihrer Unterthanen allezeit genau wissen,' in-dem sie eine genaue Liste derselben von allen ihrenPangaranen, oder Gouverneuren, erhalten, derensie heben an den Küsten, fünf aber mitten imLande haben i r). Ein Exempel davon wird demLeser nicht unangenehm seyn iz). Ums Jahr1664. erfuhr der damals regierende Kaiser, daßeinige mobammebanische Priester sich wider ihnin eine Clliispiration eingelassen, er aber nicht da-hinter kommen tonte, wie viele an diesem ver-rätherischen Anschlage Theil genommen: so hielter es fürs rathsamste, da er weh! wüste, was sieunter dem Volke auszurichten vermochten, sie alleauszurotten. Daher gab er einen geheimen Be-fehl , daß alle in seinen Sraaten befindliche Prie-ster aufgezeichnet werde» sotten; welches auch ge-schahe : und ihre Anzahl, belief sich über sechstau-send, welche insgesamt auf das Signal einer vom
Palast abgefeuerten Kanone, welches Signal voneiner Vestung zur andern wiederholet wurde, gleich-sam in einer Stunde hingerichtet wurden. Ma"kan nicht leicht sagen, ob feit der Zeit, da sich ^-Hollänver auf dieser Insel niedergelassen, dl-Anzahl der Einwohner sich vermehret oder abgcnonhmen habe. Das erste aber scheinet wahrscheinli-cher zu seyn, indem beinahe seit hundert Jahre"nicht so häufig Krieg geführet worden. Und odes wol an dem ist, daß .die Seemacht der Jan"-nefer grösser gewesen, als sie sich zuerst zutavia niedergelassen, als in den folgenden Zeiten-so wird doch durchgängig zugestanden, daß sieeine grosse Menge Schiffe haben, und daß inlen ihren grossen Städten und Dörfern eine er-staunliche Menge Gewölber zu finden sind, in n'sschcn alle Arten von Waaren verkaufet iverdeN-ingleichcn baß der Zins mehr zugenommen anachgelassen, durch Anlegung so vieler hollan^'schen Zactoreien, die, wie der Leser an gehörigOrte vernehmen wird, in verschiedenen Gegendder Insel noch bestehen 14).
--) Dr. Garxin U-moüs°, Walthrr Schonten V»y-,Z°s ->u« Inö-- 0 n«n»l-s
p. ;ÜI. 1 -O Dr Garffn I^smoues. l.'LxpSifirioir äs rrois Voiucaux. ->
Lrsr xrsisnl äs 1a Kspubllgus äsr kroviassz blrüss.