Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
428
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428 xm. Buch. Historie der ostmdischen Handlungsgeselschaften.

Handel mit Oehl, das aus dieser Spcccrey verfertiget wird, und einen sehr hohenWerth hat. Sie gewinnen auch viel mit den Edelgesteinen, die auf dieser Insel gefun-den werden, nemlich Rubinen, Saphire, weiße und bleklw Topaser >") ^). Zwisthen

m) viüionsire Uo OvmmeiLL rom. L. p. 852.

tung fortkommen, so Würde die Ziwnmplantagesehr weit ausgebreitet werden können, wenn dieCompagnie nicht ihren Vortheil dabey fände, die-fts Holz in gewisse Grenzen einzuschränken. DieZubereitung des Zimmet ist lediglich in den Hän-den einer gewissen Art Leute, Namens LhiüUas,die wieder in vier verschiedene Kasten oder Fünfteabgetheilet werden. Die ersten darunter heissenLoronde -Halms, die eigentlich zu reden dieZimmerschäler sind, das ist, die die innere Rindevon den Zweigen des Baumes ablösen, und sie andie Luft hängen, daß sie trocken werde und zusam-men laufe. Auf diese folgen die Loulis, die, ei-gentlich zu rede», nur die Träger sind, und, nach-dem sie den Zimmet zusammen gelesen, denselben.in Bündeln an das Ufer des Meeres bringen,von da aus er »ach Negambo gebracht und imWaarenlager niedergeleget wird, nachdem er inBündel gepacket und gewogen worden. Die LassLawinen sind die Soldaten , welche die Arbeiter,so lange sie mit der Arbeit beschäftiget sind, be-wachen; und die Ilandarinen sondern den Zim-met ab, binden ihn zusammen, und verrichtenandere bey dieser Specerey erforderliche Arbeit.Alle diese Leute stehen unter ihren Befehlshabern,die von dem Befehl eines holländischen Compa-gniebedienten abhängig sind; und jegliche gawiliehat ein Haus und Länderey, die ihnen für diesenDienst, den sie der Compagnie leisten, angewie-sen sind. Die Zimmsterndte fält zuweilen in dieMonate Junius, Julius oder auch Augusius,nach dem die Witterung mehr oder weniger gün-stig ist, und sie dauret gemeiniglich drey Wochenoder einen Monat,' Man hat überhaupt nachge-rechnet, daß- diese Erndte, ein Jahr stns anderegerechnet, eine Million Pfunde am Gewicht ein-bringet 2;).

T) Wenn wir uns auf die gleichlautenden Be-richte verschiedener sehr glaubwürdiger Personenverlassen dürfen, die sich lange auf dieser Inselaufgehalten, und mit den Produkten derselbenwohl bekant gewesen; so ist wol kein Land in derWelt, das es diesem an natürlichem Reichthum

zuvorthut. Man findet daselbst Grüfte, die ver-schiedene Metalle liefern; und in einem Bergsnicht weit von der Hauptstadt ist eine Goidgrnft,die der Kaiser durchaus nicht will bearbeiten las-se», Anlangend die Edelgesteme, so werden ei-nige in der Erde gefunden, meistentheils aber i»den Flüssen und Bächen, die mit grosser Gewaltvon den Seiten der Berge in den Mittelpunkt derInsel Herabschiessen, Von diesen -Edelgesteine»gibt es viererlei-, die alle in ihrer Art vortreflichmrd von grossem Werthe sind. Erstlich Rubine»,die sonst nirgend in Indien gefunden werde»,ausser im Königreich Pegn, welche einige geübt?Kenner denen zu Ceylon vorziehen; dahingegenandere von diesen zu Ceylon behaupten, daß st?besser wären, als die von Pegu. Bey genauerUntersuchung aber wird man finden, daß sie bei-de Recht haben. Denn die Rubinen aus Pegeksind überhaupt glänzender und volkommener, alfdie in Ceylon; sie sind dafür aber auch viel klei-ner, und unter den grossen Rubinen, die auf die-ser Insel gefunden werden, findet man einig?,die so glänzend und volkormnen sind , als die ausP-egu, und folglich auch von grösstem Werthe 26)-Zmn andern, Saphire, sowol weisst als blau?,darunter einige gros, ohne Adern, und erstaun-lich hart, folglich auch von sehr grossem Werthesind. DieTopafer sind eine dritte Art von Edel-gesteinen, und die zu Ceylon sind die schönst?"und kostbarsten in ganz Indien, Viertens, g??hören darunter die Ratzenaugen, die bewundern«-würdig schön sind , und wegen der erstaunlich?^Vermischung lebhafter Farben hochgeschätzet wer-den, die sie blos von der Natur haben, und'dem Auge darstellen, ohne daß sie erst dürfegeschnitten oder polirct werden 27). Zu ds"sen haben einige ehrliche Schriftsteller nochmancen gesehet; sie hatten sich abcr geirret. D?wenn man die Wahrheit sagen soll, so kennen?'Insulaner die Edelgesteine besser, als die Er?paer, und haben eine Kunst, sowol denren als Topasen! ihre Farbe zu benehmen,sie hernach öfters an die Ausländer verkauft», ^

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üe IHe lie Ochvn p. 158-