Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
429
JPEG-Download
 

5.Hauptft. z.Abs. Von den Colonien der Holländer in Indien. 42-

^ilanar und Tutokorm, an der Küste von Coromandel, haben sie auch eine feinePerlenfischerey, die ihnen erstaunlichen Vortheil bringet. Diese wird jährlich zwei-Mal an einen Kaufmann von den Schwarzen verpachtet. Die Muscheln , darin diePerlen gefunden werden, liegen auf dem Grunde des Meeres. Diese Fischerey wirdnur bey gutem Wetter vorgenommen, und wenn das Meer ganz ruhig ist. Der Tau-cher wird an einem Seil unrer seinen Armen, das am Schis bevestiget ist, ins Was-ser gelassen. An seine Füsse bindet er schwere Steine, um desto geschwinder in dieTiefe hinab zu kommen, und um den Bauch hat er einen Sack, darein er die Muschelnstecket, wie er sie findet. So bald er den Grund des Meeres erreichet hat, so liefet er*die aus, die er erreichen kan, und verwahret sie in seinem Beutel so vest, als möglichist- Um aber wieder in die Höhe zu kommen, so beweget er ein anderes Seil, dasbon dem, so er um seinen Leib hat, unterschieden ist; auf welches Zeichen diejenigen,die iin Schisse geblieben, ihn in möglichster Geschwindigkeit in die Höhe ziehen, da erMitlerweile die Steine von feinen Füssen loszumachen suchet, um desto eher in die Hoheöu kommen. Wenn nun diese Boote mit Muscheln angefüllet sind, so bringen sie dieschwarzen aus Ufer, und verkaufen sie zu Hunderten. Diese Art des Handels istsehr gewagt, von Seiten derer, die die Muscheln kaufen, denn zuweilen finden siePerlen von grossem Werthe, zuweilen aber auch gar nichts, oder doch nur solche, diedicht viel tätigen

§. 24z.

Die Compagnie ziehet auch grosse Vortheile von dem hier verfertigten Nessel- AufführungE"ch, Zitzen und andern baumwollenen Zeugen; wiewol der gröste Theil des Nesseltuchs, ^ -Holländernach Europa versendet wird, nicht von Ceylon, sondern von den malabarischen^Er^^"^^ustew komt. Die Lhmgulays, oder geborneu Einwohner auf der Insel Ceylon, ' ifind, überhaupt zu reden, sehr gros, ihre Gesichtsfarbe ist sehr schwarz, und sie habenMtsehlich lange Ohren, welches von dem schweren Schmuck herrühret, den sie darin^agcn. Sie sind Leute von grossem Muth, halten sich hart und sind daher gute Sol-°aten. Ueberhaupt bekennen sie sich zur mohammedanischen Religion: doch finden sich

hnen, die Kühe und Kälber anbeten. Den Hol-begegnen ihnen vielmehr verächtlich, und nennen

fi-

fius Verachtung nur Aüstenbewahrer. Die Holländer aber lassen sich dieses

^)k anfechten, sondern geben sich, als schlaue Politici, alle ersinnliche Mühe,. in einem^dteu Vernehmen mit dem Könige von Candy zu bleiben, damit er nicht iu die Ver-gerathe, mit ihnen anzubinden, oder ihnen seinen Beistand zu versagen, als wo-durch sie pen schätzbarsten Theil ihres Commcrcii verlieren würden. Dieses könte indesscher Monarch thun, wenn es ihm beliebig wäre, ohne von ihrer Macht viel arges be.L^en zu dürfen. Denn seine Staaten sind von den ihrigen durch einen grossen und^Neffen Flus und durch Wälder unterschieden, die so dick und verwachsen sind, daß

Hhh 3 nie-

«-) luv l- (lommer-e äes U«IIan6«i- x. -5-, tL-cpeäi--on Ne trat- VaiLaux t°m. P. rgr.

die . .... ... e -s- s,> Man sie Mittel und Wege, eine ansehnliche Menge da-

d^^1ser"vcrb!-ckftinm Un'äcth!nendaß von zusammen zu bringe,,, und unter dich» sind'^ keine vvn diesen Edelgesiecnen an die -Hossän- einig« von sehr hohem Werthe r L>verkaufen sollen; dem ungeachtet aber findenLLh Dr Garcin blemvirer. »Iltoil« ües lnäer Orieucales er».