4Z2 xm.Vuch. Historie der ostittdischenHündlungsgeselschaften.
Seite die Warheit sey ; zumal da die Holländer öftere Veränderungen in der BekM
heit gemas lst. Zum Exempel, man hat gemeldet, daß die Gewürznelken von denBaunren abgeschüttelt oder abgeschlagen würden, da sie doch sehr sorgfältiq mit derHand abgelesen werden; und wenn von ohngefehr ein Zweig verletzet wird, so thut esdem Baum grossen Schaden. Andere haben gemeldet, daß diese Nelken in etliche»Jahren nur einmal eingesamlet würden, andere aber, daß dieses einigemal in EinemSchr- g-schäh-, B-id-s »«. «h- ft,», wmn vm vc-cMdm«! Lr»n und q-i-ln «-Rede ist. Gegenwärtig ist nur Eme grosse Erndte, die zwischen die Mitte des Oktobersbis in die Mitte des Decembers fält, bald früher bald späte?, nach dem die Frucht j»chrer Re.fe gekommen. In einigen Jahren emdtm sie vier, fünfbis sechsmal mehr,als m andern; wenn man aber zwischen sieben Jahren einen Durchsicht machet, stkan dre Erndte ein Jahr rns andere auf eine Million Pfund gerechnet werden; und wen»ein tragbarer Baum in denandern gerechnet würd/so kommen auf/eglichen ohnaefebrviekPfund s). Es isterngemeinerJrthum, der m Ansehung der hitzigenNatur dieser Pflan-ze herrschet, die so gros angegeben wird, daß unter derselben kein anderes Gewächse fort,kommen soll. So viel ist richtig, daß nichts unter und um diesen Baum stehen gelassenwird; welches ein wichtiges E-tück seiner Wartung ist. Die ostindische Compagnie hateme weitlauftige Jnstructwn wegen der Wartung und Sicherheit der GewürmelkenplaMtage, dw in fünf Distrikte abgetheilet ist, herausgegeben, und die Leute müssen sich beyharter Strafe nach allein richten, was ihnen vorgeschrieben worden Die wilden Ge>würznelken sind grösser und schwammigter; die erbamten aber kleiner, härter und i»'
lander viele Muhe gegeben haben, die Nelkenbäume auf allen zehen Inseln die vonAmboyna abhängig sind, auszurotten, und so gar auch zu Leram, wo doch ehede'»dre besten wuklK-b und es ist icho eine schwere Strafe darauf geseßet, wenn ausser dk»vorcrwehnten Dlstrlcten anderswo welche angetroffen werden. Um nun dieses zu ver-hüte^ stresset der Gouverneur von Asttboyna sein Gouvernement nu't einer Flott-
von Jagdschissen, die zuweilen aus zwanzig, zuweilen aber auch aus dreissig, vierObis fünfzig Segeln bestehet, welche Bereifung mit aller ersinn! ichcu Pracht geschieh^/um dadurch dem Stolz und der Thorheit der indianischen Oberhäupter ein Genügen zu ^sten. Die wahre Ursache von dieser Bemühung ist, weil sie die Erfahrung gelehret h^daß die feierlichsten Contracte nicht vermögend gewesen, die Einwohner von der Vsskauftmg ihrer Gewürznelken an Fremde abzuhalten. Und noch fetzo wird von denLandern selbst genug Betrug ausgeübet, ohnerachtet die Compagnie denselben so »»-bitlich scharf bestrafet, daß das gemeine Volk dieses Gewürze nur Galken - A>kUssoder die Galgenspecerey nennet t). Anlangend die Macht/so die Compagnie zudoyna hat, so bestehet dieselbe aus der Garnison in ihrem grossen Fort, die sehe 5^reich ist und selten weniger als sechshundert Mann ausmachet, die zu ihren bessTruppen gehören und beständig in gurer Ordnung erhalten werden. Das Fort st'^
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