Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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443
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5 . Hauptst. z. Abs. Von den Coloirien der Holländer in Indien. 44z

dicht weniger als acht bis neuntausend Menschen sind e). Der aus Indien zurückkom-menden Schiffe können in Jahresfrist nicht weniger als sechs und dreißig seyn, welcheZMeiniglich auf dreitausend Seelen am Bord haben; der auswertigen Schiffe nicht zugedenken, die gleichfals hier anlanden, und ihre benöthigren Erfrischungen finden. ManMus erstaunen, wenn man bedenket, was zu diesen zahlreichen Flotten gehöret. Und^ch ists das nicht allein. Denn diese Schiffe kommen nicht blos in den Hafen und se-geln gleich wieder fort, sondern sie bleiben eine Zeitlang liegen, so, daß auf dieserStrasse immer Schiffe angetroffen werden, nur die Monate May, Junius und Ju-lius ausgenommen, da diese Fahrt wegen des Nordwestwindes gefährlich ist, der in die-b'N Monaten gewaltig tobet l).

§. 252.

Die Beschreibung dieses Landes, so ferne es in Africa lieget, gehöret an einen Fruchtbarkeitandern Ort; daher wir uns hier nur an das einschränken, was den Hafen betrift, und Borgedie Einrichtung des Gouvernements der Compagnie. Vorläufig aber müssen wir be- bnges.Merken, daß dieses Land nicht nur von den Portugiesen und Engländern verworfenMorden, als ein solches, das die daran gewendete Mühe nicht belohne, sondern daß auchdasselbe fünfzig Jahr in den Händen der Holländer gewesen, ehe sie geglaubet, daß esNutzbar gemachet werden könte s) G). Daß sie aber ihre Meinung hievon änderten,

Kkk 2 und

t) OiÄionrnre äe Omimerc« kom. 2. col. -I72. s) l.'8xpeäilion <1s crvis Vaiileaux rom, 2.

p. l170.171. g) OiLkwniärs äs (^ommcrce ram. 2. col. ^72.

G) Das Glück dieses Landes hat so was aus-'"ordentliches an sich, daß es dem Leser nicht un-^Aenchm seyn wird, wenn daö, was oben imnur kurz berühret worden, etwas ausführli-Mer vorgestellet wird. Wir haben vorhin be-merkt, daß ein berühmter portugiesischer Secfah-Ms, Bartholomäus Diax, der erste Enro-paex aewesen, der dieses Capo im Jahr 149 z'"chchiffer , von weichem es das stürmische L«-^ geiienmt wurde, welchen Namen aber der?°"ugiesische Monarch Johannes der rte mit^ gegenwärtigen vertauschet hat. Es war ein.Mptfehler an seinen Unterthanen, den sie sehrbezahlen müssen, daß sie hier keine Nie-. "^>ge anleget?»; denn wenn sie das gethan hät-. ^ so hätte solches die wichtigsten Folgen für ih-d Niederlagen in Indien haben können. Statt»,f^ ;a»kten sie sich mit den Landeseinwohnern,y,.o luchsn sie auszurotten, indem sie dieselbenniederträchtigsten, grausamsten und meimr "Wen Leute von der Welt vorstclleten, welchenN?"chen Charactcr sie gewis nicht verdieneten;scliii ^d»rch verursachten sie bey ihnen einen soEindruck von den .veissen Leuten, daßder selben mit Abscheu betrachteten ;o). UnterLegierung der Königin Elisabeth kamen ver-

schiedene engländische Schiffe an dem Capo an,und nahmen es endlich mit der gewöhnlichen Formin Besitz, und drey zum Tode verurtheilte Per-sonell wurden sicher gesendet, da zu bleiben. Sieblieben auch einige Jahre hier, und wurden nach-her auf ein anderes Schis gebracht, wo sie vomLande und Leuten eine entsetzliche Beschreibungmachten, und flehentlich baten, sie wieder nachHause zu bringen, indem sie sich lieber wollenaufknüpfen lassen, als langer hier bleiben. Aufdiese Vorstellung wurde aller Vorsatz aufg geben,eine Colonie hier anzulegen, obgleich die Noth-wendigkeit , einen Ort zu haben, wo die ein- undauslaufenden Schiffe Erfrischungen einnehmenkönten, so begreiflich war, daß daher die InselSt.-Helena dazu ersehen wurde, die auch seit derZeit dazu gcdienet ;i). Die-Hollänver berühr»ten das Capo schon im Jahr 1600, und legtensehr weislich ein Fort daselbst an, dessen Trüm-mern noch jeho zu sehen sind. Der erste Ent-wurf zu einer Niederlage aber wurde im Jahr164z gemachet, von deren Anfang und Fortgangder Leser eine kurze Beschreibung im Text findet,weiches hoffentlich diese Angaben und Anmerkun-gen hinlänglich rechtfertigen wird ; r).

50 ) p. Laiben v-tcriprian äu c-m >ie g>a xlpersozs vol, 2. p. 17.21. 5,) Hainilts» Ac-count vt rbe Lslt Inäics vol. r. y. 1.2.;. 4. 52) VoyaZe äe Liom lih. 2. p. 59 -