46s Xlii. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.
Zeit in die Hände der Malabaren zurückgefallen, und durch Armuth und Ueberwaltngung sind viele zur Verleugnung ihrer Religion bewogen worden «). Zwischen Cran-ganor und CoucHltt lieget eine Insel Namens Bayhm. Sie ist vier Meilen lang/aber nirgend ist sie völlig zwo Meilen breit. Die Holländer lassen keine Schisse undFahrzeuge zu Lranganor und zu Couchitt einlaufen. Der Canal ist ohngefehr eineViertelmeile breit, aber sehr rief, obwol am Eingänge zur Zeit der Fluth nicht über VierzehenFus Wasser ist. Wegen des weiten Umfangs dieses landes und des ansehnlichen CorpsTruppen, worüber der zu Louchin commandirende Officier zu befehlen hat, wird erals der erste von seinem Range angesehen w).
§. 264.
Commande, Die zweite Commanderey in der Compagnie Diensten ist zu pottta de Galo
reim zuPome auf der Insel Ceylon, welches die erste wichtige Vestung ist, die in die Hände derde Gaiv und Holländer fiel, und ein Ort, der so wol wegen seiner Lage als Vestigkcit von grosserSamarang. Wichtigkeit ist. Der Hafen ist weit räumlicher und bequemer, als der zu Columbs,nur ist er den Westwinden unterworfen. Der Commendant stehet unter dem Gouver-neur von Ceylon, und kan ohne dessen Genehmhaltung nichts thun. Die Ursache, wa-rum diese Commendantenstelle besonders beibehalten wird, ist diese, weil dieser Officier,ehe der Ueberrest der Küste erobert wurde, das Oberhaupt von den Angelegenheiten derCompagnie auf dieser Insel war, und es ist dieses ein Posten, der sowol mit Ehre alsVortheil verbunden ist, und es werden mit der Zeit diejenigen, die diesen Posten wohlverwalten, öfters zu Gouverneuren gemacht p). Hier wird von den im lande Gebor-nen der gröste Handel getrieben; und es wird nicht »»dienlich seyn, zu bemerken, daß,wie uxter den Lhingualeyen ein jeglicher Handel und jegliche Profession an ein besonde-res Geschlecht, oder wie sie es nennen, Castcn gebunden; also auch diejenigen, welche dirHandelschaft treiben, in vier Tasten eingetheilet werden, welche folgendergestalt unter-schieden sind. Die Chittayen, ist, solche Kaufleute, die mit allerhand Gewürze, le>-newand und andern Manufactnrwaaren handeln, zuweilen auch sich mit der Schiffahrt ab-geben. Die Caverchittayen, die mit Gold, Silber und andern Metallen handeln, d^sie auch zu probiren wissen, und sehr geschickt sind. Die Comemchittayen, die Ke-ller, Wurzeln, Kräuter und andere lebensmittel verkaufen. Die Valrgstichlttayest/deren Handel in Juwelen, Cristallcn, selbstgemachten Puppenwerk und allen Art^
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tm; und ob man wol dieses anfänglich als eineUnmahrschcinlichkeit ansähe, so ist es doch nachherals ein Beweis von der Zuverlässigkeit seiner Er-zählung betrachtet worden 69). Der gelehrteHpanheim gedenket vieler Länder im Vrrent,in welchen die Juden hin und her zerstreuet le-ben 70). Der berühmte Basnage erwehnet ei-nes Briefes, der von den Juden zu Cocbin andie Synagoge zu Amsterdam geschrieben wor-
tuug zu Lranganor enthalten, weis aberwie viel Glauben demselben zuzustellen sey ? 'Daß aber dieser Brief ächt und zuverläßigsen, daran kan nicht gezweifelt werden, Aussem Lande wendeten sich viele Juden »achals dieser Ort noch in glücklichen Umständenwo sie- auch wohl aufgenommen wurden, stche Privilegia erhielten, und mit der Znqustverschonet blieben.
den, darin eine kurze Historie von ihrer Einrich- >;.cr»r'.r
x .. °, ,,, 70-) Lriedr. Spanheim imroäuLK«. -a d-»-
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