462 xm. Buch. Historie der ostindischen Handiungsgeselschaftey.
mal in einem Lande , wo das Volk nur durch die Vorstellung von einer überlegener»Macht in Schrecken gehalten wird; wiewol es selten an solchen fehlet, die sich in heim-liche Intriguen und tiefversteckte verräthcrische Anschläge einlassen »).
§. 26 z.
Compagnie Zu Bankam, auf eben dieser Insel, führet das Oberhaupt der Factorey den T't-
obersten. tel eines Obersten. Es ist daselbst ein sehr starkes Fort, und eine zahlreiche Garnison,
„ r. um das Volk im Respect zu erhalten, welches sehr zum Aufruhr geneigt und gegen die
sn Dantam. Holländer nicht wohlgesinnet ist. Ohngefehr einige hundert Schritte vorn Fort derCompagnie hat der König auch eure Vestung, in welcher zur Bedeckung seiner Personeine ziemlich starke Garnison lieget. Die einzige Waare die das land hervorbringetist der Pfeffer, davon jährlich auf zehentausend Tonnen ausgeführet werden können-Die Bay zu Bamam ist sehr sicher und angenehm, und es liegen in derselben verschie-dene Inseln, die noch die Namen führen, die ihnen von den Engländern beigelegtworden, welche ehedem eine gar feine Factorey hier hatten, daraus sie aber im Jahsiü8z vertrieben worden a). Die ostindische Compagnie halt den König dazu an, daßer ihnen jährlich eine gewisse Quantität Pfeffer liefern mus; sonst gehen sie mit demsel-ben ganz manierlich um, weil sie ihr Interesse dazu verpflichtet. Er ist der Souveräneines grossen und stark bevölkerten Landes, und seine Unterthanen sind eine tolkühne,
- meineidige und rachgierige Gattung von Menschen, die von Natur einen unversöhn-
lichen Haß gegen die Christen hegen. Nachdem wir diese Leute nun nach ihrem Chn-racter vorgestellet, so wird der Leser wol begreifen, was man sich von der Geschicklich-keit und Klugheit der Holländer für eine Vorstellung zu machen habe, die eine solcheNation einschränken und unterthamg machen können, ohne daß sie ihnen gehorsam istWir müssen aber auch dabey melden, daß sie beständig auf ihrer Hut seyn müssen. Esdarf sich keine einzelne Person, ja nicht eimnal eine Geselsthaft von zwanzigen und drü-ber, ausser die Bedeckung ihrer Vcstungswerke wagen; geschiehet dieses, so werden stvon dem ersten Iavaneser der sich ihrer bemächtigen kan, ums Leben gebracht b). Die-ses scheinet nun eine ganz fürchterliche Unbeguemlichkeit zu seyn, der sich schwerlich eistandere Nation um wie viel unterwerfen würde. Allein betrachtet wol die Compagniedie Sache auf dieser Seite? Nichts weniger als dieses. Diese schelmische Gemüthsart der Insulaner treibet die Bedienten der Compagnie an, beständig auf ihrer Hut ^seyn-, sie richten alle ihre Gedanken auf die Ausrichtung ihrer Geschäfte, damit all^völlig und pünetlich geschehe, und sie desto eher aus einem Orte erlöset werden, wo stin beständiger Furcht und Unruhe leben müssen. Man kan sich um so vielmehr vorstel-len, daß sich die Sache so verhalte, da es mit den andern Staatsmaximen der Com-pagnie übereinstimmet, die von den Maximen der Portugiesen desfals gar sehr unter-schieden sind, welche, da sie mit den gebvrnen Einwohnern der Länder, die sie best"sen, zu genauem Umgang führeten, allmählig ihre Gewohnheiten annahmen, und da»Interesse ihres Vaterlandes vergaffen; welches man gewis nicht unter die Fehler derHolländer rechnen, darf, was sie auch sonst für Fehler an sich haben mögen, und e
VWoinirs äs dümmeres tLM. 2. «> 1 . K65. lanxpeäition 'llr twis Vsiilssux ton». ». p' ^7a) Hamilroil /tccuunr ok rbs Lslt IMsi vol. 2. p. ,27. b) U'Lxseckr»»«
V Esux tom.2. p.