5. Hauptst. z. Abs. Von den Colonim der Holländer in Indien. 465-
chetdie eigentliche Ursache aber ist ein wohlgegründeter Verdacht, daß die Holländerdamit umgegangen', sich durch Göwalt vest zu setzen) wovon sie sehr deutliche SpurenWerken lassen, davon zwar die letzte schon vor geraumer Zeit vorgefallen, der man sich^ber noch gar wohl zu- entsinnen weis Die Sache trug sich folgenvergestalr zu.Herr Larron , ihr Oberster in Japan, -war ein Mann vom grossen Fähigkeiten, einDtann, der bey verschiedenen Reisen , die er an dem kaiserlichen Hof- gethan , - Mittelgefunden, sich bey diesem Monarchen einzuschmeicheln, da er ihn mit Erzählungen vondem damaligen Zustande von Europa unterhielt, die dieser Herr, wie alle andere Ma-nsche Kaiser, Äeraus gerne horete. Nachdem'er nun auf die Weise öfters Zutrit zumKaiser erlanget, so wägete er es einstens auf seinen Credit beim Kaiser, und bat umErlaubnis, ein Haus auf der Insel) wo ihre Factorey wäre, auf Kosten seiner Herrenaufzubauen; welches er ihm? auch bewilligte. Es wurde der Grund dazu geleget, und^rr Bau ging: frisch von statten, bis endlich eine ganz: artige V'estüng daraus'ward, dieregulaires Viereck vorstellete. Die Japanestr). die dergleichen Vestungsbau nichtErstunden) dachten dabey nichts arges, sondern liessen den Bau vollenden:- Ais der-«au geenviget war, gab HerrLarron dem General und Räch zu Batavra Nachricht,Wie weit er gekommen.: und begehret«, daß itzm-mit den nächsten Schiffen einige Kano-nen zugeschicket,- und im Kisten mit Katton eingefütterr , diese aber mit eisernen ReifenWohl beschlagen) und die? Boden wohl verwahret werden möchten, andere Kisten vongleicher? Beschaffenheit' sollen mit Specerey angefüllet werden»- Man beobachtete? auchalles genau , was er verlanget. Als nun die Schiffe ankamen, so wurde die Ladung zu'^estimter Zeit ans Land gebracht-,- Jndem aber eine Kiste, darin eine metallene Kano»"a war,- fortgerollet wurde, so zerbrach sie, und der Betrug ward entdecket: Dadurch -wurde nuw aller'Handel geheinmet, bis man des-Kaisers Willen und Meinung ersah-en. Man brachte diesem Monarchen schlimmeBegriffe von den Holländern und vondenen bey, deren sie sich bisher bedienet hatten: Er wolle indes den Handel nichtWollig sperren, sondern-befahl nur/ daß derjenige Holländer,' der einen F'us von derJn«^setzenwürde, sogleich hingerichtet werden svlte; zugleich wurde befohlen, daßLar-von seinem Verbrechen zuIeddo> wo der Kaiser residirte,. Rede und*Antwort ge-^ solle . Als er nun bey seiner Ankunft befraget wurde, so sagte er gar nichts zu seiner^kschuldigukig ; der Kaiser warf ihm vor ,, dass er seine. Gnade-schändlich-gemisbrau«worauf ihm aus seinem Bart ein Haar nach dem andern ausgezogen, und'er selbstseinem Narrenkittel und Kappe m allen Strassen der Stadt herumgeschleppet wurde.
schickte ihn alsdenn nach der Factorey' zurück, mit Befehl , ihn mit dem erstem^chss,- das nach Baravia ginge) abreisen zu lassen: Dis scheinet eine wahrscheinli-che Erzählung von seiner Beschimpfung und Niederrciffung des holländischen Waaren«cZers ^ als diejenige ist, die wir anderwerts lesen p); tngleichen dass CarronMaravia so schlecht empfangen worden) welches ihn bewogen) die Dienste der hollän«ssE) ostindischen Compagnie zu verlassen , und bey dem Könige von Frankreich Dien-ss zu nehmen ;- wovon wir bereits oben-etwas erwehnet und weiter? unten ausführlicher-^^u zu handeln- Gelegenheit finden werden Z). . ss
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- Berichten- w .^olge). die uns von am ländische Oberste sich den Haß der Japaneser
" -r- vriststellcrn gegeben worden, soll der hol- durch sein stolzes und hochtrabendes Wesen zugezo-gen