46L Xin. Buch. Historie der ostindifchen Handlungsgeselschaften.
Handel zwischen beiden Rationen völlig gesperret wurde; und in dieser tage blieb es biszum Tode des van Zwol. Sein Nachfolger aber, Herr Swaardekroon, der nachganz andern Grundsätzen regierete, brachte alles wieder in vorigen Stand und setzte denHandel auf den alten Fus Nur in Japan fetzte es nicht geringe Streitigkeiten,dieses zu erhalten; nach vielen Vorstellungen aber kam. der Handel: wieder in den vorigenGang.. Nicht lange nachher aber machte der Hof einen neuen Entwurf; der ganz über*waltigend war,, und bestund darin, daß die Quantität Waaren, die jegliches Gefchwa*der bringen solte, bestimmet wurde, das ist,, die Holländer sollen Freiheit haben Pbringen was sie wolten,. zu, verkaufen und zu kaufen wie sie wolten - doch unter der Be*dingung,. daß ihr ganzer Verkehr die vorgeschriebenen Summen nicht übersteigen niä*ste°. Man that hierauf neue Gegenvorstellungen, die zwar nicht ganz unfruchtbar lva?ren, aber auch dieses beschwerliche Edier nicht völlig aufzuheben vermochten ") D).
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Zustand der Ueberhaupt ist wol kein Ort 4N ganz Vfttndreu, wo die Holländer si) wenig
dasigen facto- -u jagen hüben, und wo ihre Niederlage so unerheblich ist, als in Japan Es ist wahr/man hat ihnen eine kleine Insel eingeräumet, wo sie ihre Waarenlager haben, ingl^chen einige schlechte Häuser, in welchen-die, so in. der Compagnie Dienste' stehen, sichaufhalten. Es ist aber dieses in der That nur ein Gefängnis,- in welches sie eingefpedret werden,, so? lange sie hiev sind,- und es ist ihnen nicht erlaubet nur über die Brückezu gehen , die diese Insel mit der Stadt Nangajaqui verbindet. Der einzige Schat>ten der Freiheit ist der, daß der Oberste der Compagnie jährlich mit zwo oder drey Pe^fönen-als einAbgesandter an den kaiserlichen Hof reisen darf,, um den Freundschafts- u>^HandkungStractat,. der zwischen dem Monarchen: und der Compagnie ausgerichtet ivo^den, zu erneuren. Eine Hauptursache ,, warum die- Holländer so hart gehalten w^
den,, soll diese seyn, daß. sie sich mit dem japanischen Frauenzimmer zu-familiär gew^
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M) t'txpsäirion 6s rrols-. Va'lleaux- x, 202 22;: n) p! Eharlevoix Nütoire 6u
tiim. 2. p. 450..
V) Er Wirt UNS von: sehr guter Hand gemel-det, daß der Ursprung dieses Streits zwischen denJapanesern, und -Holländern , der so sehr zumNachtheil dieser letzter» ausgefallen,. von dem-Groll eines grojfin Ministers herrühre, der von:so sonderbarer Art ist', daß: er wohl verdienet an-geführet zu werben. Dieser vornehme japanische-Staatsmann: hies iMino-Sama^ der ,, weil ersich in- Kleinigkeiten' nach der Gemüthsart desKaisers zu richten wüste,, ihn. in- allen wichtigen;Dingen völlig regierete.. Es fiel ihm- ein,, daß- esseinem Herrn zum Vergnügen gereichen würde,,wenn in dem- Gewölbe, da seine Vorfahren be-graben lägen,, ein europäischer chrystallener Krv-»enleuchter ausgehänget würde.. Er besaht alsodem Oberste» der holländischen Compagnie-, ihm-einen solchen, so bald als möglich,, zu; verschaffen;;welches dieser auch unverzüglich that,, und derLeuchter kam von Baravia- mit den nächsten Schis-81) p. Charlevvix Hilisir« 6u z»pon vol. 2. p
fen an. Weit aber der erste Minister demNischen Gouverneur im. Hafen von seiner AbEkeine Eröfnung gethan hatte,, so befahl er, ^der Kronenlcuchtcr mit in das Verzeichnis derden Kaiser besiimten Geschenke gesetzet werde»tewelches auch geschahe: Mino-Samadieses dem holländischen Obersten bey, und ^ -eS ihm zu einer frechen Unternehmung aus,er Se. kaiserliche. Majestät damit beschenke» ^gewinnet! wollen^ Aus- dieser Vermuthung ^ohne alle weitere Untersuchung ward er ein ^tiger. Feind der -HollänVev , und flössenHaß auch seiner Familie ein, die auch, dain seinem Posten- solgeten, diese Nation viel^ t)re hinter einander mit Edictrn über Edicte p ^ten,, in welchen der patriotische- SinnSorge für die Wohlfart des Vaterlandes der ^
wand war , ob sie gleich eine Privatrache
verkehrte Leidenschaft zuimGrunde hatten §
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