Zapan.
.47 2, Xill. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgesekschqftett.
lehrter Professionen unter ihnen gefunden cverden; und es wird selbst unter dem AdeLdes LalideS .und vornehmen Standespersonen hauptsächlich aufVerdicnste gesehen. Daßihre Künstler sehr sinnreich sind, das sehen wir aus den Proben, .die aus ihren Händenkommen; und daß die Nation überhqupt stolz, kühn, munter, tapfer, .und zu grossenHandlungen aufgelegt sey, das bezeugen asie, die von ihnen geschrieben haben, und dieAusschweifungen, so sie inAnsehung dieser Eigenschaften blicken lassen, .bezeichnen UNSdie Laster hinlänglich, die ihnen eigen sind r) B),
§. 272.
Abbildung des Was das Commercium betrift, so. zeiget sich zugestandlich an dem grosses
commercn .iuHaufen der Nation eine starke Neigung dazu, dergestalt, daß auf ihren Dörfern spwol als in ihren grossen Städten, fast. ein jegliches Privarhaus sin Magazin Don einund anderer.Artdes Verkehrs ist, so daßdie Beschreibung nicht unrecht ist, die man vonden Japanesem gemacht, und sie als eine aus Krämern bestehende Nation vorgestellethat. Dis hindert indes nicht, daß Perjvnen von Stande und gelehrte Leute sehr widrnge und geringe Gedanken von der Handelschaft hegen, weil sie zum Ärunde setzen, daßdie Gewinsucht die Quelle des Betrugs sey, und folglich viele andere'Laster nach sich zie"hen müsse. Um nun die Folgen davon zu verhüten, so nehmen sie ihre Zuflucht zu deinunter ihnen gewöhnlichsten Mittel, nemlich, zu den strengen und halsbrechenden Gest'Hen, welche ganz unstreitig grosse .Wirkungen thun, da sie . ohne allen Nachlas volstrecketwerden: dennoch aber ist dadurch das Verlangen nicht.ausgerottet worden, dieselben zllentkräften, und sich die Blödigkeit, Unerfahrcnheic und Bedürfnisse der Leute zu Nutze j"machen, in.welcher Art der Handthierung sie listiger sind, als die meisten.andern Völker >'
t) Lecusil äL.VovsgL; su diorä rom. z. p.126.
kel, so wie man ihren Witz an der Wahl der^
. auemsten Plätze entdecket, die sie zu dem, N'^ihr Boden und Himmel hervorbringet, .beweist'Lhre Flüsse, Meerbusen und. Häfen sind vollte, Barken, Lhaluppen und anderer kleiner Fal)t'zeuge. Denn seit dem'die Regierung denwcrtigen Handel untersaget hat, so ist ihnen
D) Wer sich die Mühe gibt, und entweder dieeinzelen Schriften liefet, die von diesen Inselnund ihren Einwohnern herausgegeben worden,oder die algemeinen Samlungen -vor sich nimt,darin das Wesentliche von denselben enthalten ist;der wird finden, daß der Adel und die vornehmenPersonen unter den Japanesern wegenihres ge-sunden Verstandest wahrer Grosmuth, , und eineredlen Verachtung der Gefahr des Todes merk-würdig sind. Sie leben auf eine ihrer Würdegemäße Art; und an ihren Häusern, Bedientenund Lustbarkeiten zeiget sich ihr feiner Geschmack,und zwar mit einem grossen Aufwand«. Dochsind sie dabey keineSwcges Sclaven von den äus-serlichen Merkmalen 'ihrer Vorzüge / indem sie,wenn sie entweder um ihr Vermögen kommen,oder am Hofe in Ungnade fallen, ihre Armuth miteiner Standhaftigkcit ertragen, dabey sie die Hoch-achtung beibehalten, die ihnen vorher in ihremGlücke erwiesen worden 8;). Das ganze Landist allenthalben angebauet; der Flew des Volkszeiget sich in dem grossen Ueberflus der Lebensmitr
erlaubet, grosse Schiffe zu.bauen, die fein
85) <Larron kslütign conceenrnk 1 'Lmyire er le Qouvememsm llu Kilon l, erkevoix Hiltoirs äu vol, l, p 46. ' '
bequem sind. Ihre.Manufakturen von jegl^Art, ihr Porcelain, laqnirte Waaren, sei^Stoffe, Kupferstiche und Papier.sind auserlsftfein. Kurz, sie sind die Gegenseite von den bnesern. Denn wie diese Nation sich wegen >ner stillen Gemüthsart erhebet, die durchgestöhret wird, im Grunde aber Eigennutz ^ .Geitz ist.; so ist hingegen die Ehrbegierde die tzschenke Passion der ckhineser, auf welcher.te sie empfindlicher sind, als alle andere ss.in der Welt; und wie jene niederträchtig c / and,arglistig, zweizüngig und äusserst betrügst")^,,so sind hingegen die letzter» hoch, stolz, argnisch, hitzig und rachgierig z6).