5 -Hauptst. z.Abs. Von den Colonien der Holländer in Indien. 48 r
Sultan heißet, weil er es beständig mit dem Interesse der Holländer gehalten. SollMan die Wahrheit sagen, so kanten sie alle vier so heissen, indem sie alle unter ihremSchuh stehen, und nun von dem Könige von Banram nichts zu besorgen haben, mitsie sonst beständig in Krieg verwickelt waren, von demselben auch unstreitig langstwürden unterwürfig gemachet worden seyn, wo ihnen die Compagnie nicht beigestandenund die Bancamejer aus ihrem Gebiete vertrieben hätte l). Diese Fürsten haben seitder Zeir, sowol aus Dankbarkeit gegen die vorige Gewogenheit, als auch aus Erwar-tung eines zukünftigen Schutzes, der Compagnie grosse Freiheiten in ihren Staatenverstattet; unter andern auch diese, daß sie zu Cherrbon ein Fort anlegen dürfen, inWelchem sie eine Garnison von sechzig Mann haben, inglcichen eine sehr »vohigelegenesactorey, die in volkommen guten; Stande ist. Eine halbe Meile von diesem Fortsind die Gräber der Fürsten von Lheribon, in einem zu diesem Zweck aufgeführten großsi'u Tempel. Sie sind drey Stockwerke hoch, und aus verschiedenen Arten von Stet«Uen erbauet. Man sagt, daß in diesen Gräbern ein unermeslicher Reichthum stecke,Wegen dessen Entführung ihnen gar nicht bange ist, ohnerachtet keine Wache dabey ge«halten wird, weil sie vest glauben, daß derselbe auf eine übernatürliche Art beschützetwerde; wie sie denn auch Exempel von manchen Personen erzählen, die daselbst getod-tet worden, wenn sie sich mit diebischen Absichten dem Orte genähert, wo diese Scha-tze verwahret werden. Ehedem war eine ansehnliche engländische Factorcy zu Lheri-bon, nebst einer kleinen dazu gehörigen Stadt; als aber die zur Factorey gehörigenPersonen allerhand llebeshändel mit den Weibern der kandeseinwohner anfingen, wiedie Holländer sagen, so wurden sie dadurch dergestalt aufgebracht, daß sie alle E'n-Geländer in Einer Nacht umbrachten, und die Stadt verwüsteten «'). Es ist nichtsihr unwahrscheinlich, wenn wir auf den rechten Grund dieser Historie kommen könten,vaß diese grausame That von einigen ihrer christlichen Nachbarn herrühret, indem ihreResidenz zu Java ihnen ein ganz unleidlicher Dorn im Auge war H).
" §. 276.
l) OMonsiro stc Ommerce rvm. 2 . col. 8 < 5 - I-'Lxpeämon ste kmis V-iiss-Mx toM. 2 . p. 211.M) Hamiltsn ^ccvvnr i,t ch e Last loche; kym. 2. p. >2!j. l-'Lxpechtion äe rrois Vsistesuxroin. 2. ^>. ZII. 212. 21z.
a ^ Es ist kem Oct anf der Insel Java, wo die^ie einen lebendi gern Handel treiben, als zu The--!^n, wo viele japanische Kaufleute wohnen,ench sind und grossen Staat machen; worüber
die
wie
uns um so viel weniger verwundern werben,del? bedenken, daß einer von solche» Han-Uten verschiedene Arten der Handlung trci-Nien Europa gar nicht würden beisam-.ö«n können. Er hat vielleicht ein grossesder Stadt, mit einem sehr bequemen Ge-hq»^' varin die vornehmsten Waaren, damit erU„?°elt, als chinesische Waaren, Seide, GoldSilbergeschirr yder Zuwelen, auf die vor-
theilhafteste Art aufgestellet sind; es wird allesmit so grosser Ehrerbietung und Höflichkeit vorgcrzeiget, und die Güte desselben so artig angeprie-sen, baß es einem Europäer unmöglich fält, denOrt zu verlassen, ohne etwas zu kaufen, oberes gleich nicht nothwendig brauchet 99). Ausser-dem hält er sich zween oder drey Sclaven, die inGewölben von ganz anderer Art sitze», und ande-re gehen auf den Strassen umher und verkaufen.Um nun diesen einzelnen Hanbel zu unterstützen, sohält er sich verschiedene Schiffe an der Küste vonSumatra, Bornes, Lelebes und vielleichtauch an den mvluckischen Inseln; von welchen er,
wenn
VlH Wale!'er Kchoukett Voy.ixs aux Inste; Orismsle; Vo!. 2. p, 40z. 404. L'Lxyestilion ste rrolsVülll'egux Vol. 2. p. Z9.40.
A' w. H. 2 ü. Th. rA. H. 8. Th. P p p