Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
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48 3 xm. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

wollenen Zeugen; und kurz, mit allen chinesischen und japanischen Manufacturen ver»sehen c) L).

§. 281.

Erheblichkeit Man hat mit vielen wahrscheinlichen Gründen behauptet, daß ein weit wich

einer niedcrla- fjgE Handel auf dieser Insel Bornes , als in irgend einer Gegend von Ostmdiestge auf dieser angeleget werden könne, weil daselbst jährlich drey grosse Flotten chinesischer Junten' ankommen, die mit allen Waaren dieses Reichs beladen sind, und die hier eben so wohl'feil, ja noch wohlfeiler als in China selbst gekauft werden können. So kommen auchjährlich von der Insel Lelebes kleine Schiffe an, die, trotz aller Wachsamkeit der Hol-länder, eine ansehnliche Menge von Gewürznelken, Muscatennüssen und andern Sp^cereien bringen, welches auch die wahre Ursache ist, warum die Holländer von diese"Waaren unter den Einwohnern nicht viel absetzen können. Indes schicken sie zuweilenSchiffe hieher, die Pfeffer einladen, und sich alle Mühe geben müssen, ein gutes Ver-nehmen mit dem Könige von Borneo und Sambas zu unterhalten. Denn was dc"König von Banjaar anlanget, so hat sich derselbe schon seit geraumer Zeit mit densi'kden nichts mehr zu thun gemacht d). Es wird indes nicht uudienlich seyn zu bemerke"/daß einige, die den gegenwärtigen Zustand der Dinge in Ostindien genau kennen, i"der Meinung stehen, daß die Holländer den Einwohnern dieser Insel sehr dafür ver-pflichtet seyn, daß sie sich bey der Reputation erhalten, darin ihre Vorfahren wcge"ihrer Schelmerey und Grausamkeit gestanden, sonderlich aber auch dabey, daß sie ih-ren Vätern darin völlig ähnlich bleiben, da sie Faulheit und Gemächlichkeit allen a>"dern Dingen in der Welt vorziehen. Denn wenn sie nur gemeinen Menschenverstand/gemeine Ehrlichkeit und gemeinen Fleis anwendeten, so könten sie sich zum grosse"/reichsten und angesehensten Volke in ganz Asien machen. Denn man har guten Gru"d

zu

k) Oiüivnaire lls Lommerce tom. s. col. H71. d) I/Lxpeäikio» lle twis Viutlesux cow-''

p. LLl. Hamilron Account ok lke Lall lnäies vol. 2. p. 146.147.

L) Es fält demjenigen, der gerne in die Ge-heimnisse des Commcrcii in Gstindien eindrin-gen wolte, nichts unbegreiflicher, als der Handelder Lhinescr mit Borneo; um so viel mehr,da wir gute Ursache haben zu glauben, daß keinunmittelbares Commcrcium zwischen dieser Inselund dem chinesischen Reiche, bestehet. Wir könnendaher mit einiger Wahrscheinlichkeit muthmassen,daß die Lhineser, die sich zu Borneo niedergelassenhaben, die kostbarsten Waaren dieses Landes nichtnur nach Java, Sumatra und Lelebes, son-dern auch bis nach Siam, Tonquin, Lambo-Sia und vielleicht bis nach Surat vertreiben,aus welchen Ländern sie nicht nur die dasigen,sondern auch die europäischen Waaren zurück brin-gen 6). Ueberdis nehmen die chinesischen Jun-ten , die nach Batavia gehen, und so glücklichfind, daß sie ihre Ladung zeitig los werden, fri-sche Ladung, woran vielleicht die japanischen und

ü) OiÄionrire Lommercs vol.2. col. 871.ües Inges, com, 2. p. 222.

holländischen Kaufleute auch Theil haben;wenn sie über ihre Güther nicht zeitig disponir"'können, so vermindert die Bequemlichkeit, ^sie unter ihrer eigenen Nation so lange leben»en, bis sich Gelegenheit dazu findet, die Ewpk^düng des Verzugs, und ersehet vielleicht auckss'"Verlust 7). Es ist oben im Text eine ttc>Eangeführet worden, warum die Lhinesekden Leuten auf der Insel Bornes besser aueko^men können, als irgend eine andere Nation! ^zu kan noch eine andere gefüget werden, nein"weil diese treulosen Insulaner weniger Derd»^,gegen die Lhineser hegen, von weichen siessEsen, daß sie blos des Handels halber j"kommen, nnd daß sie weder eine Reitzungetwas wider ihre Freiheit zu unternehme», 's „ein Vermögen, solches auszuführen, fals ^dergleichen Vorsatz beikommen svlte 8).

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Moire

7) Earzill btemoices.