5. Hauptsi» z, Abs. Von den Colomen der Holländer in Indien. 487^
^en im Umfang-Habe;>wielvsl die Holländer versichern, daß sie lange niche so großsiy y). Sie ist in viele kleine Herrschaften abgetheilet, unter deren Fürsten der Königbon Banjaar Mastern der mächtigste ist- und nächst diesem-die Fürsten von BsrttesMd Samvas. Die Luft auf dieser Insel wird für ungesund gehalten; welches daher'rühret, weih das Land an einigen Orten tief Und sumpsig ist. Daher ist sie auch nichtsonderlich bevölkert, ob sie wol «inen Uebersius an -kostbaren Waaren hat. Als dieHolländer sich zuerst in Gsimdien niederlie'M,. so gaben sie sich-viele Mühe , ihreTacroreim zu Bornes anzulegen, und sie thaten dieses auch bey der Stadt dieses Na-hens, zu Sambas und zu Guccadansv Sie lerneten aber gar bald aus der öste-
sichre wahrr sind, die niederträchtigsten, grausamsten und treulosesten Menschen vonder Welt seyn rnüffen »>. Die-Hsltänder verliessen daher 'die Insel; und ob sie wolseit der Zeit ofters wieder dahin-eingeladen worden, so haben sie sich dochdeffen schlech,EerdingS gewsgert, ob sie wol gelegentlich Schiffe dahin absenden und sich grosser Behut-samkeit bedienen. Gemeiniglich aber erlauben sie ihnen, die europäischen Waaren zuBaravra zu suchen, oder sie aus der andern Hand Lan den Lhmesern zlr nehmen, die sowol hieher als nach Bornes handeln , deren natürliches Mistraum - sie gegen den attgs-dornen Betrug und Grausamkeit in Sicherheit setzet, die unter diesen-schelmischen In-sulanern herrschen a). Es ist jetzo auf -der- ganzemJnsel keine europäische Niederlage,und dennoch bestehet das Eommercium von Bornes in so kostbaren Waaren > als in3 anz Indrsn angetroffen wird. Zu Sambss und Guccadana handeln sie mit Dia»Wanten,' davon eine Gruft mitten im Lande anzutreffen ist. Diese Steine wägen ge»Weiniglich von vier bis vier und zwanzig Carat , und es werden einige von dreißig bisvierzig Carat gesündern der ganze Handel aber beläuft sich jährlich nicht über 6oc> Ea«^t. Diese Steine verhandeln sie jederzeit gegen Gold/ ohncrachtet. diese Waare auchM der Insel gesunden, und ein gar ansehnlicher Handel mit Goldstaub zu pähang^Lalauran , Serrbas, Lärm und Melanouha getrieben wird. Bezpaobvn der feinesten Gattung ist ein anderer Artikel ihrer Handlung,, der dem vorigen irrWerthe nichts nachgibt b), Sapanholz, feines Wachs, und verschiedene kostbare^unnni werden glerchfals daselbst angetroffen. Vor allen Dingen aber ist der Pfeffer^ Stapelwaare aus der ganzen Jnstft davon hier'so viel und von so guter Art gesurftwird, als in irgend einer Gegend von Indien. Ehe die pSktUMesett einen Weg ."ach Indjei,nun das Vsrgebrrge der Furen HsfmmI entdeckten, waren die Lhü-^ser imBefitz des ganzm Handels auf dieser Insel; und seit dem die Europäer keinemehr bezeiget, sich hier niederzulassen, so ist derselbe grossen Theils wieder in ihreAwwe gefallen. Die Orte, wo ste ihre Niederlagen haben, sind ausser BansaarsHasteen ,, Mampua, Teya> Lands und Sambas, -wo sie ein sehr ausgebreitet^ Eolnmrrctum treiben, und dagegen die Einwohner-mit Seide, Zitzen und bäum»
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