578 Xlii. Buch. Historie der ostindischen Handlmigsgeselschaflen.
und ihre Handlung, so viel nur möglich sey, zu erweitern; endlich könne er auch nichtabsehen, wie er das Misvergnügen anderer Mächte dadurch erregt haben svlte, da erdiese Handlung gar nicht in der Absicht, den eugländischen und holländischen ostindischenCompagnien dadurch Abbruch zu thun, sondern blos zum Besten seiner eigenen Unter-thanen, in Aufnahme zu bringen gesucht. So deutlich und zureichend aber auch dieseAntwort dem dänischen Hofe vorkommen mochte, so wurde doch solche in Grosbriran-m'en und Holland noch lange nicht als hinlänglich angenommen. Man bemühete sichdaher, durch ein neues Memorial, der Welt zu zeigen, daß diese Antwort nicht hinreiche,und daß man Grund habe, zu hoffen, Jhro Majestät der König von Dannemarkwürden der geschehenen Bitte zu Folge, der Compagnie Ihren Schutz entziehen. Di^ses Memorial wurde durch den Grafen von Chesterstcld und die Abgeordneten JhchHochmögenden der Generalstaaten, dem Herrn Greys, königlich dänischen Mini-ster im Haag, im Sommer des Jahrs 1729 übergeben k). Seitdem hat man sich/wie es scheinet, weiter nicht darum bemühet, und die Rechte der dänischen ostindischenCompagnie sind nachher nicht wieder bestritten worden.
H. Z3Y.
Entscheidung Es schien anfänglich, als würde dieser heftige Widerstand die Absichten des
dieses streits. Mächte, von welchen er herrührte, begünstigen, der Ausgang zeigte aber nachher, daßsolcher vielmehr den Dänen zum Vortheile gereichet. Friedrich der vierte, der damalsschon an sechzig Jahr alt war, hat keine Lust, sich in viele Streitigkeiten einzulassenund die Rechte seiner Krone oder das Beste seiner Unterthanen preiszugeben, erte sich deshalb der Compagnie zu Alton» nicht weiter annehmen, und übergab diesorgung der ostindischen Handlung dem Kronprinzen, der ihm bald nachher unter de>UNamen Christian der sechste auf dem Throne gefolgt ist g). Dieses hatte einen des"pelten Nutzen. Es hielt nicht nur diejenigen zurück, welche blos in der Absicht, lullActien zu handeln, an dem Capital der ostindischen Compagnie einen Antheil zu hab^wünschten; sondern munterte auch viele andere auf, die Wiederherstellung einer Hau^lung, deren Werth durch die dagegen bewiesene Eifersucht genugsam war erwiesnden, nach allem Vermögen zu befördern. Der schreckliche Brand, wodurch CoP^Hagen in die Asche gelegt wurde, war Schuld, daß der Kronprinz bey Lebzeiten feigHerrn Vaters nicht viel in dieser Sache ausrichten konte, sobald er aber den Thron, gstiegen und sich bey seinen Unterthanen durch Abschaffung der Aecispacht, die ohngckEvor vier Jahren war eingeführt worden und dem Volke sehr beschwerlich siel, beliebt gmacht hatte, faste er den Entschlus, sich der Beförderung der Handlung ernstlich zufleißigen, und nach alle» Kräften zu bestreben, die Liebe zum Fleis bey seinen UnteEnen anzufeuern h).
§. 340 -
Einrichtung Diese nützliche Absichten waren das Ziel, worauf alle seine Unternehmung
dieser compa- swol in - als ausserhalb dem Reiche gerichtet waren, die er auch so geschickt einstigCbMian d er seinen Vorsatz völlig erreichte. Die Angelegenheiten der ostindischen CompagNvierten." wurden nach und nach in die beste Ordnung gebracht, ihr Haus ^u Coperrhagett, g -Schifläger, Niederlagen und Magazine wurden in guten Stand gesetzt, und
f) Roussct kscu-il diüviique Nezokimions, icrsinmre,? et l'i'Er kym 5 . p 17-
eure Nittoiiyue er pvliuyue 17 Z 0 . g. 58'. h) IncroäuLt. S t'tMuire cl'Uiiivers wm- 4- c -