6. Hauptst. Geschichte der dänische,! Handlungsgeselschaft. 579
eröfnete man zu einer bequemen Jahrszeit die Handlung gerade nach China. Siewurde so klüglich eingerichtet, daß sie von dieser Zeit an ununterbrochen fortgedauert, undohngefehr in Zeit von zwanzig Jahren merklich zugenommen. Während dieser Zeit wur-de auch das Mißionswerk verbessert, so wie auch der Handel nach Tranquebar auf ei-nen bessern Fus gesetzt, und einträglicher gemacht wurde, als er vorher gewesen war >).Es ist zwar nicht zu leugnen, daß die dänische Handlungsgeselschaft in Vergleichungmit der engländischen und holländischen nur wenig auf sich habe, doch hat sie sich noch bisjetzt erhalten, und ist auch überdem in Betrachtung ihres Zustandes beim Anfange diesesJahrhunderts, jeho ungemein einträglich. Was aufs künftige von dieser Handlungs,geselschafc zu hoffen stehe, überlassen wir einsehenden kesern zur eigenen Beurtheilung,da solches nicht zum Beruf eines Geschichtschreibers gehört.
Ehe wir diesen Abschnit schließen, wird es nicht undienlich seyn, einen Punctzu berühren der den Satz, welchen wir gleich im Anfange dieser Abhandlung zum Grun-de geleqr oar sehr unterstützt. Unsere Meinung gehet dahin, daß die Aufmerksamkeitdes dänischen Hofes auf die Handlung einen grossen Einflus auf den Ruhestand vonNorden gehabt, woselbst sich die Dänen diese ganze dreißig Jahre hindurch in keinenKrieg eingelassen haben, da sie diese Zeit über die Vortheile des Friedens genossen, undsich guter Künste beflissen y. Wie nützlich solches für die Unterthanen gewesen, siehetman ganz deutlich aus der grossen Veränderung, die in dem ganzen dänischen Reiche be,werkt worden, da nicht nur in und ausserhalb Lopetchagm unterschiedliche Manufa-cturen in Aufnahme gekommen, sondern auch die Schiffahrt ungemein verbessert worden.Wir könten auch die Aufnahme ihrer Seemacht, die weise Vorsorge, ihre Rechte durchVerträge in Sicherheit zu stellen, und die Sorgfalt, ihre Handlung aller Orten, nachBefinden der Umstände, durch einige Geschwader zu decken, hieher rechnen, wenn nichtalle und jede Nachrichten, die aus diesem Reiche einlaufen, gnugsam zu erkennen gäben,daß man im dänischen Cabinet unveränderlich darauf bedacht sey, die gemeine Ruhe inEuropa zu erhalten und das Beste der Unterthanen möglichst zu befördern.
H. 341.
Der anscheinende Mangel gehöriger Verbindung, und die Schwierigkeit, diebch in Ansehung einiger hier vorgetragenen Stücke, bey Vergleichung derselben mit der^schichte der ostendischen Compagnie, zeigt, wird in einem der folgenden Kapitel völ-gehoben werden, wenn wir auf die volständige Untersuchung des ersten Ursprungs,Fortgangs und Verfalls dieser Compagnie, kommen. Wir konten aber unsere Geschrch-^ der ostindischen Handlung dieser Nation nicht wohl trennen, ohne den Rechten der-sslberr offenbar entgegen zu handeln, wie wir gethan haben würden, wenn wir das neue Pri-dilcgium als einen Beweis einer neuerrichteten Compagnie hätten ansehen wollen, wel-doch die Krone Dämiemark durchaus nicht zugeben will. Die Entscheidung die-o- Streites ist auch wirklich zu ihrem Vortheile ausgefallen, da die Mächte, welche sichder Errichtung einer neuen Handlungsgeselschaft am heftigsten widersetzt hatten, mit derwie diese Handlung ansetzt getrieben wird, völlig zufrieden gewesen. Der Fort-derselben kan und wird auch, aller Wahrscheinlichkeit nach, mit der Zeit reichen^ssof zu einer wcitläustigem und zuverläßigern Geschichte an die Hand geben. Unter,Nlen aber, bis diese ans ficht komt, wird dem Publico, wie wir hoffen, der unermüdete6!eis nicht misfallen, womit wir uns haben angelegen seyn lassen, unsere Geschichte soWandig als möglich zu machen. Dddd 2 Sie-
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BeschluS.