Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
588
JPEG-Download
 

Fortsitzung.

-83 Xin. Buch. Historie der ostindischen Handluugsgeselschaften.

solte, die am tüchtigsten dazu waren und auf weiche man sich am sichersten verlasse»könne. Dieses alles überlegte er vorher sehr reiflich, und sobald er seinen Entwurfvöllig zu Stande gebracht hatte, theilte er seinen Aufsatz dem Herrn Lharpentier mit,der zu den geschicktesten französischen Schriftstellern seiner Zeit gerechnet wurde, undein Mitglied der Academie war. In dieser Schrift, die für ein Meisterstück in ihrerArt angesehen worden, findet man alles aufs deutlichste auseinander gesetzt, und dabeyso mancherley artige Anmerkungen eingestreut, daß es nicht undienlich seyn wird, un-sern Lesern den Inhalt derselben auszugsweise vorzulegen, zumal da wir uns öfters dar-auf zu beziehen genöthigt seyn werden w).

§. 349 -

Den Anfang dieser Schrift machte die Beobachtung, daß, da die vorigenEntwürfe aus Mangel hinlänglicher Fonds fehlgeschlagen, solches vorsetzt nicht zu be-sorgen wäre, indem nicht nur die Regierung entschlossen sey, diese neue Compagniebeständig zu schützen, sondern auch Jhro Majestät selbst, desgleichen die vornehmstenund bemitteltesten Herren des Reichs gesonnen wären, so ansehnliche Summen zum er-sten Anfange vorzustrecken, daß diese Compagnie wenigstens eben den Fond haben wür-de, den die holländisch ostindische gleich bey ihrer ersten Errichtung gehabt. Auf denEinwurf, den man hätte machen mögen, daß bereits drey solche Compagnien zu Grun-de gegangen, wurde geantwortet, daß die wenigsten Unternehmungen dieser Art so-gleich von statten gegangen. Man berief sich aus das Beispiel der Spanier, die beyihren ersten americanischen Reisen sehr viel eingcbüst hatten, dennoch aber von ihreiNVorhaben nicht abgelassen, und dadurch Herren der neuen Welt geworden. Eben stsey auch die engländische Colonie in Virgr'nren wol drey bis viermal zu Grunde gegan-gen, bis sie zuletzt doch glücklich zu Stande gekommen: und selbst die holländisch ostin-disthe Compagnie, die vor allen andern so viel voraus gehabt, habe viele Zeit dazu ge-braucht, bis sie etwas vor sich bringen können. Nach diesen vorläufigen Betrachtun-gen wurde gezeigt, daß die Insel Madagastar, ein ansehnlicher Theil von dem, wasdie Franzosen damals im Besitz hatten, leichtlich dergestalt verbessert werden könne/daß dieser Strich Land weit erheblicher und einträglicher seyn müsse, als irgend eine betholländischen Landcreien in Indien. Denn, was den Ort selbst beträfe, so sey die Ge-gend um MadaAascar ungemein angenehm, das Clima temperirr und schön, und dasErdreich bringe alle nöthige Lebensmittel im grösten Ueberflns hervor; dahingegen derBoden um Batavia herum, gegen diesen gerechnet, so unfruchtbar sey, daß die hollän-dische Compagnie sich genörhiget gesehen, aus entlegenen Gegenden Reis, frischewaaren und andere dergleichen Lebensrnittel für 25 bis 32200 Mann kommen zu lasstN/welches nicht anders als mit grossen Schwierigkeiten und vielen Kosten habe gestehestkönnen. Was ferner die Sicherheit anlange, so sey ja bckant gcnung, daß nur Akleiner Theil der Insel Java in den Handen der Holländer, der übrige Theil diestsgrossen und volkreichen Landes aber von verschiedenen Völkern bewohnt geweseneinander insgesamt, was ihre Unbandkgkcit und rohen Sitten, ingleichen ihrenabergläubigen Eifer für die mohammedanische Religion anlanget, völlig ähnlich waren-daher sie den grösten Haß und Abscheu gegen die Christen blicken lassen; so sty

iv) Oücourr ü'un käele sujet cl» roi wuclisnk 1'ütsbliss-msn« ä'une Lompsxme kcsnxoite

Lvmirisrce äes Inäcs Vrientsles karis »664. qw.