7.Hauptst. i.Abs. Von der ftanzösi's.Handlttng bis aufLudewig i4. 585-
nicht unbebaut, daß die holländischen Factoreien auf der einen Seite an das, Gebietdes Königs von tNateran stoffe, der sie zu verschiedenenmalen mit einem Heere vonMehr als 122000 Mann angefallen; ingleichen, daß die Stadt Batewia auf der an»dern Seite nur zwölf Meilen von dem Gebiete des Königs von Banram entlegen sey,der sich ebenfals als einen unversöhnlichen und mächtigen Feind gegen sie betragen: da»gegen aber waren die Einwohner von Madagascar von sehr guter Gemüthsart, undjur Annchmung des Evangelii so bereit, daß eine Factorey, die etwa aus 122 Mannbestehet, an diesem Orte weit mehrere Sicherheit erwarten könne, als eine von i ooc>
Mann und drüber, in Java. Ueberdem würde die französische Compagnie, wenn sietUladagascar zum Sitz ihrer Handlung erwähle, weit mehrere Vortheile erhalten,als die Holländer in Bakavia, da Madngafcar sehr bequem liege, eine Handlungauf dem rothen Meere oder nach dem Meerbusen von Bengalen zu treiben, so wieauch von da aus Schiffe nach Japan und Lhrna geschickt werden könten, da dieserOrt bequem sey, die Schiffe bey ihrer Rückkunft daselbst auszubessern und mit neuemVvrrathc zu versorgen.
, §. ZAO.
Was nun die Ausführung eines Entwurfes, den man dem Publico durch die- Fortsetzung»sie Gründe als sehr wahrscheinlich und schicklich angepriesen hatte, anlanget, so wurdein diesem Memorial vorgestelt, es gehöre ein Fond von sechs Millionen oder Z22222Pfund Sterling dazu, zwölf bis vierzehn grosse Schiffe, von 802 bis 1400 Tonnenauszurüsten, um eine solche Anzahl Menschen nach Madagascar zuschicken, die aufdieser Insel sogleich eine Colvnie mit gutem Fortgangs anlegen tönten; man könne mitallem Rechte hoffen, Jhrv Majestät würden den zehnten Theil dieser Summe dazu bei»tragen, so wie auch der Adel und andere bemittelte Personen die Summen gern herge»ben würden, die zur Ausführung dieses Vorhabens nöthig waren; und da Se. Maje»stat willig wären, den zehnten Theil von den Kosten dieses ersten Versuches zu über-nehmen, so tönte man mit Grunde hoffen, Sie würden auch an den künftigen Unter»wehmütigen ebenfals einen beträchtlichen Antheil nehmen; Jhro Majestät wasipn auch,um diese Sache desto mehr zu befördern, geneigt, der Compagnie die Hälfte der Ab»
Saben von dem, was ein- oder ausgehen würde, und von allen Waaren, die aus oderwach Indien gebracht werden möchten, zu überlassen; überdem waren Jhro Majestätw gar bereit, allen Schaden, der in den ersten acht bis zehn Jahren entstehen möchte,stber sich zu nehmen: woraus ja deutlich genung zu ersehen sey, wie eifrig sich dieserMonarch die Beförderung einer so wichtigen Sache angelegen seyn lasse und alles mög»
"che zu ihrem guten Fortgange beizutragen suche; Privatpersonen werde es völlig frei«
Welt, wie viel sie nach ihrem Gefallen subseribiren wollen, jedoch solle dieses nur solange gelten, bis der nöthige Fond zusammen gekommen, da nachher keine Subscri«btionen, es sey auch unter was für Bedingungen, angenommen werden solten. Den'stusländern wolle der König nicht nur verstatten, so viel Antheil, als sie wollen, anbey Subskriptionen zu nehmen, sondern es sey auch der Wille Jhro Majestät, um die«n Sache desto mehr zu beförden, daß diejenigen, welche auf 10200 (woraus nachher2v222 gemacht worden,) Üvrcs oder drüber, subscribirten, dafür ohne weitere Ccremo»ww naturalisirt werden solten, so, daß ihre Verwandte, ob sie gleich Fremde wären,
^ Recht bekamen, ihre Barschaften in Frankreich zu erben; und auf den Fall Laß
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