Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
598
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z 5.8 xm. Buch. Historie der hsimdischm Handlungsgeselschafteru

Compagnie schon an, ihr Etablissement auf der Insel tNadagastar müde zu werden;Hornemlich, wie man anführte, weil diejenigen, welche am meisten dabey zu sagengehabt, und auf die man sich vornemlich verlassen hatte, ihren Pflichten nicht wohlnachgekommen waren: in der That aber geschahe es darum, weil das dortige Erdreichsehr fruchtbar und angenehm, die Gegend auch zum Jagen und andern Lustbarkeitenungemein bequem ist; daher alle, die dahin geschickt wurden, ihre Zeit darauf verwand-ten, und sich wenig um das, was sie auszurichten hatten, bekümmerten. Was nur zurErhaltung des Lebens, zur Bequemlichkeit oder zum Vergnügen erfordert wird, warauf dieser Insel sehr leicht zu haben, und man glaubte, daß sie bey solchem Genus ihreneigenen Vortheil am meisten suchen, und sich nicht leicht vergessen, oder zum Bestender Compagnie viele Mühe geben würden. Man ersuchte daher den König, daß ersein Geschenk zurück nehmen möchte, welches auch Se. Allerchristlichste Majestät durcheine Verordnung vom i rten November im Jahr 1670 gethan 0). Nachdem also dieInsel Dauphins verlassen worden, wurde der Sitz der Compagnie nach Surat ver-legt, wo ihnen neue Vorrechte und Freiheiten von der Krone eingeräumet wurden.Alle diese Vortheile hatten sie dem Herrn Colberr zu danken, der auch dieser Compa-gnie eine Freiheit von allen Abgaben auswirkte, und alles mögliche that, um, wenn esmöglich gewesen wäre, eine Handlung, woran er sein ganzes Herz gehängt hatte, zubefördern und in Flor zu bringen p). Er that es aus keiner andern Ursach, als weiler solches dem Königreiche für zuträglich und rühmlich hielt, dessen Wohlfart die Richteschnür aller Beschäftigungen dieses Staatsbedienten war L).

§. 358 .

») «iltmrs d« Is C«mpgzni<: d-s Indes p. 74. 7;. Hiliolrs des Indes Onentalss kom - 1, ,§S-p) da Vie de F-a» O/^,. Mloirs des Indes Orismrles wm.z. p.j;o.

daß er sich vor seinen Feinden gefürchtet, oder,wie sein Gegner, Herr Marcara, vorgegeben,sich seiner tadelhaften Aufführung bewust gewesen:so richtete er doch seinen Lauf nach Lissabon,wo er, wie bereits im Texte ist gemeldet worden,das Leben verlohr 29). Durch seinen Tod ver-kehr die holländisch-vstindische Compagnie einengefährlichen und herzhaften Feind; die, so bey derfranzösisch - ostinbischen Compagnie in Dienstenstanden, einen Mann, den sie hasteten und dochfürchten mustcn, Herr Lolbert aber ein Werk-zeug , welches ihm viel Licht verschast hatte, undvielleicht noch mehr Nutzen gebracht hätte, wennder Tod nicht dazwischen gekommen wäre. Ermag nun gefehlt haben, worin er will, so istdoch unstreitig, daß er durch seine Erfahrung, dieer in zwey und zwanzigjährigen Diensten der-HollänSer erlangt hatte, eine weit volständirgere Einsicht in die ostindische Handlung bekom-men , als irgend einer von denen gehabt, die erin Diensten der französischen Compagnie nach sichgelassen. Man hat solches genugsam aus der

Verwirrung gesehen, worein ihre Sachen nachseinem Tode gerathen sind zv).

L) Dieser Entwurf, sich des Besitzes dersel Madagascar zu begeben, welche doch ^Krone ihnen eigenthümlich überlassen, und sich bio°beim Antrit einer neuen Regierung eine KroMund goldenen Scepter, von 800 llnzen am ^Wichte, vorbehalten hatte, war ihrem Gönnet,dem Herrn Lokbert, gar nicht angenehm,wol er sich, aus ernstliches Bitten der CowMch^entschlos, die Bewilligung dieser Lossagung de>wKönige selbst auszuwirken, in der gewissen Erw« 'tung, die Compagnie werde bald gewahr werdM,

daß dieser Schrit sehr unüberlegt gewesen,

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zu geben. Die Vorsteher der Compagnie h>"st-gen waren ganz anderer Meinung. Sie wüstenaus Erfahrung, daß ihre Colonien ein todtes Ca-pital waren, und daß diejenigen, welchen die Be-sorgung derselben anvertrauet worden, aller Ver-änderungen ohngeachtct, die sich dabey nur aubrM-gen liessen, doch ihren eigenen Vortheil und Ver-gnüge"

zo) üilioire da !» LompsZni- des lud« l>. 40.

29h Herrn Marcara^lemvir«.