Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
Seite
599
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7-Hauptst. i.Abs. Von der ftanzösis. Handlung bis .aufLudewig 14. 59-

§. Z 58 .

Doch, alles dieses wölke nicht helfen. Der häufigen Gunstbezeigungen ohnge« Fortsetzung,achtet, merkte man doch von Tag zu Tage mehr, daß es mit den Sachen der Compa-gnie gar nicht fort wolle, und daß sie bald ganz in Verfall kommen würde, wenn manihr nicht in Zeiten zu Hülfe eilte. Es wurde zu dem Ende eine,' algemeine Berathschlaggung von Seiten der Interessenten zu Paris angestelt, da alles nach Beschaffenheitder wahren Umstände überlegt wurde. Man übergab nachher dem Könige, durch Ver-mittelung des Herrn Lolderr, einen Aufsaß; worauf die Erklärung vom i zten Se-ptember des Jahrs 1675 erfolgte, darin Se. Majestät verordneten, daß denen, dieihre Gelder richtig abgetragen hätten, ein Abzug von zehn pro Cent zu gute kommensolle q), solchen Interessenten aber, die ihre Summen noch nicht abgeführet, bis zumr sten Julii des Jahrs 1676 Zeit gelassen, und nach richtigem Abtrag ihrer Gelder auchein Abzug von zehn pro Cent verstattet werden solts; die Capitalien hingegen von denen,die ihre Subskriptionen nicht richtig gemacht hatten, sollen zum Nutzen der Compa,gnie eingezogen werden. Zuletzt hies es in dieser Erklärung, daß, weil die ostindischeCompagnie durch allerley Einbuße und Zufalle, dergleichen alle neue Unternehmungenunvermeidlich ausgesetzt sind, in eine Schuld von vier Millionen gekommen, Se. Maje-stät, dem Versprechen zu Folge, welches Sie gleich bey Errichtung derselben in einem ei-genen Edicte gegeben hatten, ihr die Schuld erlassen, und sich freiwillig der Anforderungan diese zum Behuf der Compagnie vorgestreckten vier Millionen begeben wollen r).

Auf diese außerordentliche Freigebigkeit des Königs folgte das nächste Jahr darauf eineneue Gnadenbezeigung, die vielleicht eher der Compagnie zu stalten gekommen wäre,wenn nicht die Generalpächter an der Verzögerung Schuld gewesen wären. Der Kö-nig verstattete nemlich, daß alle Kaufmannsgüther, die auf Rechnung der Compagniewürden ein- oder ausgeführet werden, von allen Abgaben frey seyn sollen, nur diesem-,gen, die nach LpSN abgeschickt würden, (von welchen aber doch auch, bey Einfuhr der-selben, nur der vierte Theil der gewöhnlichen Abgaben entrichtet werden solle,) und dieAbgaben, welche indem Zolhause dieser Stadt entrichtet werden mästen, ausgenom-men.

q) RiKoire äe 1s <^ompg§nie äes Inäes tvm. Z. p. 71. x) HiKoire Zer luäes Oriemsles

wm. Z. p. 150. 151.

Znügen ihrer Pflicht vorgezogen, und weil sie mit mehrerm zu ersehen seyn wird. Der einzige,vermuthen tonten, daß die Compagnie alles für Jrthum, in welchen er, oder vielmehr Herr Lhar-lle thun würde, an ihrem Theile nichts für diese pentier, hierbey verfallen, ist dieser, daß er vor-hatten thun wollen z i). Dieser Ursachen wegen ausgesetzt, Mavagascar schicke sich sehr gut^standen sie also, wie wir hernach sehen werden, zum Mittelpuncte der indianischen Handlung dereeuf ihrer Entschließung, den Besitz dieser Insel, Compagnie, so wie die -Holländer Baravia hierals ihnen solcher wieder angetragen wurde, sah- zu ausersehcn hatten; denn, ob es gleich gut,ken zu lassen. So gegründet indessen auch die auch gewissermaßen nöthig war, sich eines Pla-Gedanken der Vorsteher dieser Compagnie seyn tzes in diesem Welttheile zu versichern, so ging esMöchten, die allerdinzs in der Natur der Sache doch mit diesem ganz anders, und wir werden un-lllbst und in der Erfahrung gegründet waren: so ten Gelegenheit haben, mit mehrerm zu zeigen,war doch des Herrn Lolbert Meinung bey wrir daß diese Vergleichung auf das Vorgebirgeww nicht ganz zu verwerfen; wie die Zeit vol- der guten -Hofnung besser zugetroffen habenwininen gelehrer und in der Folge dieses Kapitels würbe z-).

tl) Uiltnire ües lustss Orientale« lom> Z. P. >Ü 2 . ZL) I-ullier Vo^ags stanz Icz instez Orien-

tale« p.17.