Band 
Sechs und zwanzigster Theil.
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614 XIII. Buch. Historie der ostindischen Handlungsgeselschaften.

und daß der merkliche Unterschied in den Meinungen, und das, was man sonst die Nek-gung und Gemüthsart der Völker zu nennen pflegt, einzig und allein von einer zufälli-gen Verschiedenheit in der Erziehung und Herrschaft seinen wahren Grund habe.Wenn man hierauf nichc sehen will, so ist die blosse Vernunft beständig eben dieselbe, sozugleich ein Beweis für die Richtigkeit und Wirklichkeit der Naturgesetze ist, zu welchenalle Menschen wieder zurück kehren, wenn der Einflus der Gewalt und andere Neben-einschränkungen wegfallen u). Da wir jetzt gewiesen, durch was für eine Reihe vonBegebenheiten diese Vestung psndrchecv der eigentliche Sitz und vornehmste Platz derfranzösischostindischen Compagnie geworden, so wird es nicht undienlich seyn, den Le-sern eine ausführlichere Beschreibung dieses Ortes vorzulegen.

§- 37i.

Beschreibung Die Stadt pondichery w) liegt in der Provinz Gr'ttgy, an der Küste von

vonPviidiche-Loromandel, unter dem zwölften Grade Norderbreite, und in der Lange vonr». Graden und zo Minuten, oder nach der pariser Mittagslinie gerechnet, 78 Grade ge-

gen Osten. Ihre Entfernung von dem Ufer der See beträgt etwa 102 Ellen, undvor der Stadt tst nur Eine Rhede, daher sie alle Waaren eine ganze Meile weit in klei-nen Fahrzeugen dahin schaffen müssen k) X). Die Waarenlager der Compagnie so-

wol

«) Wlon'ü der Indes Orientale- tom. z. p. 247 . 24 »;. w) Lullier Voyaxe Sans lez Indes Ori-»'

rales y. x) Herrn Du Llucsne zouraal cl' un-Voyg^s iaic aux Imiss Orientale-

tom. r. y. 161 . lsr.

X) Die französtscheu Zkeisebeschreiber machenzum Theil viel Wesens von der Beschwerlichkeitund Gefahr, womit man hier aus Land steigt,geben aber den Fahrzeugen deren man sich hiezu be-dient, ungleiche Namen, da einige sie Lhelin-guen ;/), andere aber Dinguen, nennen ;g).Herr vu (ftuesne gibt folgende Beschreibung da-von »Die Schiffe können nur eine halbe

»Meile vom Ufer, welches sehr niedrig ist, die„Anker werfen, und die Schaluppen oder kleinen„Boote laufen allezeit Gefahr, wenn sie sich dem„User so weit als ein Flintenschus reicht, nähern,«weil das Wasser daselbst mit solcher Heftigkeit«fortschiest, daß sie gewis verkehren wären, wenn„sie naher kämen. Die Schwarzen, die in„diesen Gegenden wohnen, kommen denen, wel-„che sich dem Ufer nähern und ihre Waaren ans„Land sehen wollen, in grossen flachen Booten,„Chelinguen genant,, entgegen, deren Seitcn-„brctter sehr hoch sind. Diese Boote sind aus„dünnen Brettern gemacht, die nicht zusammen ge-nagelt, sondern blos mit Stricken an einander„gebunden sind, ohne daß die Fugen mit starkem„Leim, Ther, Harz, Pech oder Schifgarn ver-stopft wären, daher das Wasser auf allen Sei-

„tcn und in solcher Menge durchdringt, baß»die Reisenden alle Augenblicke in Gefahr >^'„Heu, zu ertrinken und um alles ihrige zu kok«'»weil. Ich weis nicht warum die Compagl^„keine Anstalten zur bequemeren Ueberfahrt rnaä-d„wodurch sie alle Kosten, die diese Lhelinglre"»ihr verursachen, ersparen und das Leben sowck»als die Güter ihrer Leute, in Sicherheit M"„könten. Denn diese Boote sind so unsicher, baß„beständig zwey Männer zu thun haben, ^„Wasser in grossenen ledernen Eimern heraus',^„schöpfen, ein anderer regiert das Stcuerrubss„und sechs haben mit Rudern zu thun, so daß d'»Kosten für neun Mann auf >cdem Boote crsp"^„werden könten, wenn die Compagnie das Ec„auf eine Aniände wendete. Der Bodemsi^ " ^„an dieser Küste aller Orten sandig»man also keinen vesten Grund legen kan„-solte meinen, diese Antwort würde ihm e>» Onüge gethan haben, demohnerachtet bleibt ec^bey, die Compagnie solte eine Anlände wsslassen, und setzt seinen Kopf zum Unterpsi"^'daß er es zu Stande bringen wolle. De>" ^wie ihm wolle, so scheint doch jetzt gedacht«bequemlichkeit eine algemeine Klage auf

Herrn Du Duesiie ftmrnal d' un Voyaze kair aux Indes Orienrales tnm 2 . p. ,6a.

lier Vv^a^es saus les Indes Orienkales L?) Httlll Du däuefne fourna

VuyaZe f,ir aux Indes Olienisles wm. r. p. >61.