Buch 
3 (1894) Der Gesammtprocess der kapitalistischen Produktion / Karl Marx ; herausgegeben von Friedrich Engels
Entstehung
Seite
58
JPEG-Download
 

58

theils von der Dressur und Bildung der Arbeiter ab, theils vonder Disciplin, die der Kapitalist über die kombinirten Arbeiter aus-übt, und die überflüssig wird in einem Gesellschaftszustand, wodie Arbeiter für ihre eigne Rechnung arbeiten, wie sie jetzt schonbeim Stücklohn fast ganz überflüssig wird. Dieser Fanatismusäussert sich auch umgekehrt in der Fälschung der Produktions-elemente, die ein Hauptmittel ist, den Werth des konstantenKapitals im Verhältniss zum variablen zu senken und so die Ratedes Profits zu erhöhen; wobei denn noch der Verkauf dieser Pro-duktionselemente über ihrem Werth, soweit dieser Werth im Pro-dukt wiedererscheint, als bedeutendes Element der Prellerei hinzu-kommt. Dies Moment spielt entscheidende Rolle namentlich inder deutschen Industrie, deren Grundsatz ist: Es kann den Leutenja nur angenehm sein, wenn wir ihnen zuerst gute Proben schicken,und nachher schlechte Waare. Indess diese der Konkurrenz an-gehörigen Erscheinungen gehn uns hier nichts an.

Es ist zu merken, dass diese durch Verminderung des Werths, alsoder Kostspieligkeit des konstanten Kapitals hervorgebrachte Steige-rung der Profitrate durchaus unabhängig davon ist, ob der Industrie-zweig, worin sie stattfindet, Luxusprodukte hervorbringt, oder in denKonsum der Arbeiter eingehende Lebensmittel, oder Produktions-mittel überhaupt. Letztrer Umstand würde nur wichtig sein, so-weit es sich um die Rate des Mehrwerths handelt, die wesentlichabhängt vom Werth der Arbeitskraft, d. h. vom Werth der her-kömmlichen Lebensmittel des Arbeiters. Hier dagegen sind Mehr-werth und Rate des Mehrwerths als gegeben vorausgesetzt. Wieder Mehrwerth sich zum Gesammtkapital verhält und diesbestimmt die Profitrate hängt unter diesen Umständen aus-schliesslich vom Werth des konstanten Kapitals ab, und in keinerWeise vom Gebrauchswerth der Elemente, woraus es besteht.

Die relative Verwohlfeilerung der Produktionsmittel schliesstnatürlich nicht aus, dass ihre absolute Werthsumme wächst; dennder absolute Umfang, worin sie angewandt werden, nimmt ausser-ordentlich zu mit der Entwicklung der Produktivkraft der Arbeitund der sie begleitenden, wachsenden Stufenleiter der Produktion.Die Oekonomie in der Anwendung des konstanten Kapitals, nachwelcher Seite sie immer betrachtet werde, ist das Resultat, theilsausschliesslich davon, dass die Produktionsmittel als gemeinsameProduktionsmittel des kombinirten Arbeiters fungiren und ver-braucht werden, sodass diese Oekonomie selbst als ein Produktdes gesellschaftlichen Charakters der unmittelbar produktiven Arbeit