606 Dritte Abtheilung, dritter Abschnitt.
zündet werden, und dann entweder auf der Stelle verbren-nen oder durch irgend eine heftige Bewegung fortgetriebenwerden. Zuweilen sieht man auch nach einem GewitterFeuerkugeln herunterfallen, die aber von einer andern Artzu seyn scheinen *.
Die gewöhnlichen Gewitter , deren Erscheinung be,kannt genug ist, fallen im Sommer nicht selten zur Nacht«zeit ein. Ihre Entstehung und Würkung läßt sich am be-sten aus den electriichen Eigenschaften unsers Dunstkreisesund in demselben sich aufhaltenden Dünsten erklären. DasWetterleuchten ohne Donner, welches vornemlich inden warmen Nächten des Nachsommers bey heitrer Luftniedrig am Himmel häufig bemerkt wird, entsteht die meh-reste Zeit aus Wolken nahe am Horizont, die man oft voneiner Anhöhe gewahr wird. Es kann auch der Wieder-schein eines Blitzes seyn, wenn das Gewitter unter unser'nHorizont sieht, und der Donner in der großen Entfernungnicht achört wird.
Das Nordlicht ist unter allen nächtlichen Lufterschei-nungen eines der merkwürdigsten und oftmals der prächtig-sten. Es wird vornemlich über dem Horizont der nördlichenLänder, gemeiniglich vom Anfange des Herbsts, bis zumAnfange des Frühlings bey heitrer stiller Luft, und wenn derMond nicht helle scheint, gesehen. Die Erscheinung dessel-ben geschieht auf mancherley Art. Die mehreste Zeit wirdman nur des Nachts gegen Norden einen der aufgehendenDämmerung gleichenden Lichtschimmer gewahr. Es scheinen
auch
• Siehe Wolfs Naturlehre §. Muschenbroek Grundlehrender Nakurwisscnschast $. iy-i Bergmann» Weltbeschrkibung rsterTheil Seite P9.