644 Dritte Abtheilung, vierter Abschnitt.
völkerlose Wüsicneocn erleuchten und keine empfindende undvernünftige Geschöpfe von ihrem Scheine Vortheile ziehen;Geschöpfe, d e fähig sind, die Größe der Macht und Güteihres ewigen Urhebers zu bewundern und dankbar zu prei-sen? Unsere Erde, die noch lange nicht der vornehmste Pla-net im Sonnenrcich ist, hat der Schöpfer so reichlich mitvernünftigen Bewohnern besetzt, und jene große Kugelnkann man sich nach allen Betrachtungen unmöglich als dieseredelsten Geschöpfe beraubt, vorstellen. Wem dies noch be-fremdet, der hat untern andern noch nie überlegt, wie unserErdball, welcher nach dem Wahn seiner mehrcsten Bewoh-ner der einzige Endzweck der ganzen Schöpfung seyn soll,aus den andern Planeten unsers Sonnenreichs von uns be-trachtet in die Augen fallen würde. In dem uns am näch-sten stehenden Mond, diesem Nebenplaneten der Erde, stehtdie Erde noch ziemlich ansehnlich aus. Sie erscheint daselbstals ein Weltkörper ohngefehr viermal so groß im Durchmes,ser, als uns der Mond. Betrachteten wir aber die Erdeaus der Sonne, so würde sie nur als qp kleiner Stern,wie uns der Merkur, erscheinen. Im Merkur wird sie zu»weilen etwas größer gesehen. Von der Venus aus scheintdie Erde etwa so groß, als uns die Venus, ob sie gleichohne Zweifel nicht mit einem so lebhaften Lichte daselbst, alsdieser Planet bey uns glänzt. Unsern Mond, wird man inder Sonne und den Merkur gar nicht, in der Venus abernur durch Ferngläser finden. Wären wir im Mars, sowürden wir die Erde zuweilen noch als einen ansehnlichenStern glänzen sehen. Allein vom Jiji fter aus könnten wir,(wie demüthigend für den Stolz d^Menschen!) von unsermPlaneten nichts wissen. Zum wenigsten werden die unbe-
waffne,