Allgemeine Betracht, über das Weltgebaude. 659
Diese Erklärung kommt sehr ungezwungen heraus, undes ist sonderbar bast die Astronomen nicht schon längstensaus der merkwürdigen scheinbaren Figur der Milchstraße,die von einem ungefähren Zufall sehr unterscheidende Merk-male- mit sich führt, dergleichen Folgerungen über die -'lus-lheilni'.g der Fixsterne gewagt haben. Sollte endlich diegegebene Hypothese nicht warscheinlich richtig seon, da siezugleich den Satz bestätigt, daß auf dem großen Schauplatzder Welt Harmonie und Ordnung in den kleinsten, wie in derrgrößten Dingen, überall einen weisen Schöpfer verherrlichen.Wer will es dem Bewohner der Erde als eine unerlaubteKühnheit anrechnen, über die Lage der gesummten Fixster-ncnsysteme nachzudenken , da ihm selbst der sinnliche Anblickdes Sterngcwölbcs hiezu Veranlassung giebt?
Die neuere Sternkunde lehret ferner, daß die Fixsterne,welche man sonst für unbeweglich gehalten, wirklich eine ei-
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baue». Angsp rx^r. über diese und audere Materien, mir denkicfsic» Einsichten eines Philosophen und Astronomen, Gedankenniedergeschrieben, und Muthmaßungen gewagt, welche der Größedes Gegenstandes angemessen sind, und von alle» empfindsamenSeelen, die, über die niedere Denkungsart des gemeine» Man-nes erhaben, sich von dem Weltbau würdige Begriffe mache»wolle», recht sehr verdiene» gelesen zu werden. Nicht weniger wer-den alle Kenner und Bewunderer der großen Welt des Schöpfersdie vortrefliche Schrift des Herr» Pros. Laue i„ Königsberg:Allgemeine Narnrgeschichre und Theorie des Himmels, oderVersuch von der Verfassung und dem mechanischen Ur«sprunge des ganzen ivclrgebaudes nach NeuronischenGrundsätzen abgehandelr. Königsb. 1755 mit wahrem Dek-gnügrn lese».