662 Dritte Abtheilung, vierter Abschnitt.
einer jeden Sonne ihren Ort, und zählt ihnen nach dem Ver-hältniß ihrer Masse und der daraus entstehenden stärker» oderschwächer!: Kraft der Anziehung ihre Planeten in den gehö-rigen Weiten zu. Eben deswegen mußten die ungeheurenZwischenräume von einer Sonne zur andern bleiben, damitdie Wirkungskräfte, welche die zu einem jeden System ge-hörige Planeten um ihre Sonnen treiben, nicht in einandergriffen, und überall Unordnung anrichten möchten. DieEchwcre,umzieht ferner das ganze Weltall wie eine Kette,und verbindet es zu einem Ganzen. Sie ist endlich die wir-kende Ursache, daß die sämmtlichen Sonnensysteme, welchenach unserer Voraussetzung die Milchstraße ausmachen, wie-der gegen den im Mitkelpunct dieser Milchstraße liegendenKörper eine Beziehung haben, und sich in Kreisen herumdrehen rc. So sind alle Planetensysteme gegen einandergenau abgemessen, und vor aller Zerstörung gesichert; soist endlich die Waage der Welten in der Hand des Ewigenim vollkommensten Gleichgewicht.
Aus allen dem, was bisher gesagt worden, glaube ichfolgern zu können, daß die Bewohnbar fei! durch alle Räu-me der Schöpfung sich gedenken läßt. Wenn nicht beson-dere und uns »och unbegreifliche Absichten des Unendlichenhiebey Ausnahmen wachen, so stelle ich mir keine Sonne,keinen Planeten oder Mond öde und leer vor, sondern besetzesie alle mit vernünftigen Geschöpfen, und diesen zum Nutzendienenden lebendigen Crcaturen. Wie kann es anders seyn?Die Welt ist ein Abdruck aller göttlichen Vollkommenheiten,das vollkommenste Werk eines ewig wirksamen Schöpfers,der selbst die Urquelle alles Lebens ist. Sollte wol ein Punct
der-