Zlllgem Betrachtungen über d. Weltgebaude. 66z
derselben seyn, wo sich dieses nicht dnrch Leben und Wirk-samkeit in den Geschöpfen bewiese? Wie reichlich ist nichtunsere Erdkugel mit Menschen und Thieren besetzt. Vor-nemlich treffen wir diese letzter» überall im Meer und aufdem Erdboden in großer Anzahl an. Und welche neue Wel-ten haben nns nicht überdem die Vergrößerungsgläser imKleinen entdeckt! Da wimmelt ein Tropfen Wasser von einererstaunlichen Menge lebender Creaturen; da zeigen sich inallen Gegenden Millionen Geschöpfe, wo man solche nie-mals vermuthet hätte; da erscheint selbst der Staub bevöl-kert; und wie viele dieser Arten kleiner Geschöpfe kann esnicht noch in dieser absteigenden Stufe der Natur geben, diedas menschliche Auge mit den vollkommensten Vergrößerungs-gläsern nie entdecken wird! Das Daseyn vernünftiger Be-wohner auf allen Planeten, welche mit uns nachbarlich imReiche der Sonne daher rollen, ist bereits oben als höchst-wahrscheinlich gezeigt worden. Sollte aber nur dieser Win-kel der Welt, welchen unser Sonnensostem einnimmt, undvornemlich der Er. Haufen, worauf wir kriechen, bevölkertseyn, und hingegen aufjcnen zahllosen Kugeln des Himmels,in den übrigen unbegreiflich weiten Räumen der Schöpfungüberall eine todte Stille herrschen? Sollten jene entlegeneSonnen über ihre Planeten Licht und Wärme verbreiten, umnur fürchterliche und traurige Einöden zu erleuchten, undkeine vernünftige Geschöpfe von den großen Einrichtungenaller Sonnensystemen Vortheile genießen? Sollte daselbstnichts seines Daseyns, seines Glücks froh werden? Solltenaus jenen unermeßlichen Gefilden keine Iubellieder zumThrone des allgemeinen Weltbcherrschers empor steigen, derdie ewige Liebe ist, und der nach aller Betrachtung vorncm-
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