Allgem. Betrachtungen über d. Weltgebäude. 66z
andern vorhanden. Eine jegliche Weltkugel unter dem gan,zen zahllosen Heere derselben hat ihre besondere Einrichtung,ihre Naturgeschenke, ihre Bewohner nach allen möglichenAbwechselungen, Gestalten und Arten. Die Mannigfal-tigkeit, welche in den Schätzen der Weisheit des ewigen Ur,Hebers der Welt verborgen lieget, leidet diese Vorstellung.Vielleicht giebt es Welten, welche von unvollkommnern We-sen, als wir Erdbürger sind, bewohnt werden; dahingegenandere, und vermuthlich die mehresten mit Bewohnern vonweit höhern Fähigkeiten des Geistes und Körpers als die aufunserer Kugel, besetzt seyn können. Ist es allerdings ge,gründet, daß die Seclenkräfte eines Menschen nach den ver-schiedenen Graden der Grob- oder Feinheit der körperlichenMaterie, welche sein denkendes Wesen einschliesset, unge»meine Abänderungen leiden; wollen ferner die Naturforscherden Satz als richtig behaupten, daß die Feinheit und Ge-schicklichkeit der körperlichen Materie sich nach dem verschie,denen Abstand der Planetenkugeln von dem Mittelpunct ih-res Systems richte; und daß diese mit den Entfernungenzunehme, so giebt dies eine Stufenfolge der Vollkommen-heiten der Geschöpfe aus den planctischen Kugeln unsers undaller übrigen Sonnensysteme. Hiernach läßt sich überhauptschließen, daß der irrdische Stoff, woraus die vernünftigenBewohner, Thiere und Pflanzen auf den Planeten geformtsind, um desto leichter, feiner und elastischer auch in der Zu,famnicnsetzung um desto vortheilhafter geordnet, und vor,nemlich die Körper denkender Wesen zum freyen Gebrauchder Seele um desto geschickter seyn werden, je weiter derPlanet vom Mittelpunct seines Systems, oder von seinerSonne entfernt ist. Giebt es nun unzählbare Sonnensy,
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