101
Das Creditgeld entspringt unmittelbar aus der Funktion des Geldesals Zahlungsmittel, indem Sclmldcertifieate für die verkauften Waaren selbstwieder zur Uebertragung der Schuldforderungen cirknliren. Andrerseits,wie sich das Creditwesen ausdehnt, so die Funktion des Geldes als Zahlungs-mittel. Als solches erhält es eigne Existenzformen, worin es die Sphäre dergrossen Handelstransaktionen behaust, während die Gold-oder Silbermünzehauptsächlich in die Sphäre des Kleinhandels zurückgedrängt wird 8Ä ).
Bei gewissem Uöhegrad und Umfang der YVaarenproduktion greift dieFunktion des Geldes als Zahlungsmittel über die Sphäre der Waarencircu-lation hinaus. Es wird die allgemeine Waare der Contrakte 86 ).Heuten, Steuern u. s. w. verwandeln sich aus Naturallieferungen in Geld-zahlungen. Wie sehr diese Umwandlung durch die Gesammtgestalt desProduktionsprozesses bedingt wird , beweist z. B. der zweimal gescheiterte
Als Beispiel, wie wenig reelles Geld in die eigentlichen Handelsoperationenentgeht, folgt hier das Schema eines der grössten Londoner Handelshauser überseine jühilicheti Geldeinnahmen und Zahlungen. »Soino Transaktionen im Jahr'856, die viele Millionen I’f. St. umfassen , sind auf den Massstab einer Millionv erkiirzt.
Einnahmen.Wechsel von Banquiers
und KauflcuteYi nach
Datum zahlbar: Pf. St.
333,596
^heqnes von Banquiers
etc. bei Sicht zahlbar: ,,
357,715
Handbank-Noten: ,,
9,627
68,554
Hold: ,,
28,089
^■iber und Kupfer: ,,
1,486
Ausgaben.Wechsel nach Datum
zahlbar: Pf. St.
302,674
Cheques auf Londoner
Hum^uiers: ,,
663,672
9,427
Silber und Kupfer: ,,»
1,484
Fost Office Orders: ,, 933
Hotalsummc: Pf. St. 1,000,000 ' Totalsmnmo: Pf. St. 1,000,000
(Report from the Seloct Committee on the Banka cts. Julyl8 58, p. LXX1.)
K<1 ) „The Coursc cif Trade being tlius turned, from exchanging of goods for8°ods, or dclivering and taking, to selling and paying, all the bargainsare now stated lipon the foot of a Price in Money . “ („An Essay uponPublick Credit. 3 ed. Lond. 1710“, p. 8.)