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Kapitalisten gab. Die Verwandlung der Produktionsweiseselbst durch die Unterordnung der Arbeit unter das Kapital kann sich erstspäter ereignen und ist daher erst später zu betrachten.
Der Arbeitsprozess, wie er als K o n s u m t i o n s p r o z e s s derArbeitskraft durch den Kapitalisten vorgeht, zeigt nur zweieigentümliche Phänomene.
Der Arbeiter arbeitet unter der Kontrolo des Kapita-listen, dem seine Arbeit gehört. Der Kapitalist passt auf, dass dieArbeit ordentlich verrichtet wird und dass die Produktionsmittel zweckge-mäss verwandt werden, also kein Rohmaterial vergeudet und das Arbeits-instrument geschont, d. h. nur so weit zerstört wird, als unzertrennlich istvon seinem Gebrauch in der Arbeit.
Zweitens aber: das Produkt ist Eigenthum des Kapita-listen, nicht des unmittelbaren Produzenten, des Arbeiters. Der Kapi-talist zahlt z. B. den Tageswerth der Arbeitskraft. Ihr Ge-brauch, wie der jeder andern Waare, z. 11. eines Pferdes, das er für einenTag gemiethet, gehört ihm also für den Tag. Dem Käufei; der Waaregehört der Gebrauch der Waare, und der Besitzer der Arbeitskraft giebtin der Tliat nur den von ihm verkauften Gebrauchs werth, indem er s e i n eArbeit giebt. Von dem Augenblicke, wo er in die Werkstätte des Ka-pitalisten trat, gehörte der Gebrauchs werth seiner Arbeitskraft, alsoihr Gebrauch, die Arbeit, dem Kapitalisten. Der Kapitalist hat durchden Kauf der Arbeitskraft die Arbeit selbst als lebendigen Gäh-rungsstoff den todten von ihm gleichfalls besessenen Hildungselementen desProdukts ein verleibt. Von seinem Standpunkt ist der Arbeits-prozess nur die Konsumtion der von ihm gekauften Waare Arbeits-kraft, die er jedoch nur konsumiren kann, indem er ihr Produktions-mittel zu setzt. Der Arbeitsprozess ist ein Prozess zwischen Dingen»die der Kapitalist gekauft hat, zwischen ihm g e h ö r i g e nDingen. Das Produkt dieses Prozesses gehört ihm daherganz eben so sehr als das Produkt des Gährungsprozesses in seinemWeinkeller 10 ).