40
der Grundlinie eines langen Dreiecks befinden, defTen Spitze nachNordoften Wega einnimmt; « am Kopf fteht wieder an der Spitzeeines gleichfchenklichten Dreyecks, deflen eine Seite weftlich nach« in der Schlange und die andere nach Süd-Siid-Ofien gerichtet ift;am Endpunkt der erftern ftelien v. und i nahe beyfammen an derweftlichen und am Endpunkt der andern ß und 7 an der öfilichenSchulter. Diefe zwey Paar Sterne haben alfo die dritte Seite desvorigen Dreyecks zwifchen lieh, welche zugleich die nördliche Sei-te eines unregelmäfsigen Sechsecks mit den übrigen vornehmftenSternen des Ophiuchus e, £, »1 und v, t ausmachet. Hievon fte-hen e und 5 an der weltlichen; v und t aber an der öfilichen Hand;£ am weltlichen und r\ am öfilichen Knie. Im Jahr 1604 zeigtefich am öfilichen Fufs des Ophiuchus ein neuer Stern, der im Oct.1605 wieder verfchwand.
Zehntes Blatt.
Der Adler und Antinous.
Nach einigen alten Dichtern ift dies derjenige Adler, vfgldierden fchönen Knaben Ganymedes , einen Sohn des phrygifchen Kö-nigs Tros , am Berge Ida, zum Dienfi: für den Jupiter raubte. An-tinous war ein Knabe aus Bythinien von ungemeiner Schönheit, amHofe des Kayfers Hadrian ; nach andern wird hier Ganymedes vor-veftellt. Unterdeflen ift Anünous erfi in den neuern Zeiten vonTycho an den Himmel gefetzt. Der Adler ifi an drey in einerLinie am Hälfe ft eh enden Sternen zu erkennen. Der mittlere a, amRande der Miichfirafse ift lfter Gröfse, Atair genannt. Die beydenandern von der 5ten Gröfse, liehen ß füdofi- und 7 nordweftwärts.Von ß, ct, 7 nach dem Herkules hin, find mitten in der Miichfirafse,£, e am Schwanz nahe beyfammen. Südweftwärts von ß, a, 7 zeigtlieh noch S am füdlichen Flügel. Gerade fiidwärts unter Atair, öfi-