Band 
Erster Theil.
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Vorrede D- Baumgartms. 4-r

Die vierte Klage betrift die beinahe unvermeidliche Verwickelung sowo! in ei«ne fast unendliche und höchst beschwerliche Weitläufigkeit, als auch in die müsamsteund verdrieslichste Untersuchungen, sonderlich der Zeitrechnung. Welchem besorgtenUnheil doch leicht abgeholfen werden kan.

Da alle Arten und Theile der Gelersamkeit weitläufiger oder kürzer, ingleichenmüsamer und beschwerlicher oder leichter und gemächlicher erlernet und getrieben wer-den können; nach dem jemand theils einen engern oder weitem Umfang, auch eine hö-here oder geringere Gründlichkeit und Erweislichkeit der Kentnis derselben zu erhal-ten sucht, theils mehr oder weniger, auch bessere oder schlechtere innere Fähigkeit, äus-sere Gelegenheit, Anweisung und Hülfsmittel dazu hat: so ist wol unstreitig, daß bei-des in den Geschichten ebenfals stat finde. Dabey es auf eines jeden Geschmack undUeberlegung ankörnt, sowol wie weit er sich in diese Beschäftigung einzulassen geden-ke , als auch wie schwer oder leicht er sichs dabey machen wolle. Die Geschichtesind zwar von dem Umfange, daß sie das längste Leben und den eifrigsten Fleis desarbeitsamsten Menschen beschäftigen können, kommen auch manchem so reizend, erheb-lich und angelegentlich vor, daß er sich die müsamsten Untersuchungen derselben nichtverdrießen läst; die einem solchen aber eben daher nicht so verdrieslich und beschwer-

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der Tugenden, davon man zu allen Zeiten aller ein Mensch aus Geschichten lehrreichen Unter-Orten lebendige Muster genug finde, viel lehr- richt erhalten: so ist dazu unentberlich, daß erreicher sey, als die Vorstellung der Geschichte; Tugend und Klugheit unter höchst verschiedenener sich aller neuern sowol als alten Geschichte Gestalten, in den allerverschkedensten Umständeneinschlage, zumal da in denselben allezeit Ge- und Einkleidungen von Gebräuchen und Ge-brauche und Umstände vorkommen, die von den wonheiten, kennen lerne, um das wesentliche vonseinigen abgehen. Allein, dieser Folgen nicht zu Nebendingen zu unterscheiden, und diese zu je-gedenken: 'so wird ja durch die alte Geschichte nem Vortheilhaft zu gebrauchen ; welches beyund deren Gebrauch die neuere nicht verworfen den alten und auswerkigen Geschichtet! eben sound aufgehoben. Man kan den grossen Londe gut, wo nicht besser geschehen kan, als bey denund Turenne sowol als Epammondam kennen Geschichten unserer Zeiten und Orte. Sonst istUrnen. Und es wäre zu wünschen, daß man an unserm Verfasser gar sonderbar, daß er beyjo viel neuere Leute hätte, wie Archives und diesem Einwurfsehr eifrig behauptet § die Leutevyoclon gewesen, solcher alten Beispiele nicht seyn vor 2000 bis 5220 Jahren keine andere-A f öliger zu seyn; ohnerachtet die Anzal Menschen gewesen, als sie heut zu Tage sind, sonicht lo gros werden könte, die Beispiele des Al- wenig als die Bäume damals andere Früchte ge-tertums ganz überflüßig zu machen. Ueberdis tragen: den! ohnerachtet aber bey Bestreitunggehören besondere äußere Umstände darzu, die der Annemlichkeit der alten Geschichten S.4.?.sq.wahre Grosse mancher Leute theils zu befördern, vorgiebt, die vorzügliche Annemlichkeit der neuentheils recht merklich zu entdecken; da noch nicht Geschichte rüre daher, weil jederman die Leuteausgemacht ist, ob dergleichen Umstände im Al« des Altertums als Menschen von einer andernkertum nicht Häufiger gewesen, als in den neuern Art ansehe; welche seltsame Vorstellung bey denZeiten: so wie wol unleugbar die vormaligen neuern Geschichten entlegener Orten eben sowolUmstände des Altertums zur Bildung grosser stat findet, und nicht nur bey dem gemeinenRedner bequemer gewesen, als sie heut zu Tage Volk gar häufig ist, die Türken, Perser, Ehr«irgendwo sind. Die grösten Feldherren und Ken- neser, als Menschen von anderem Zeuge anzuse-ner der Kriegskunst haben die Lesung des Eä- hen, sondern auch bey Gelerten nicht ganz un-i«ro und Polpbii vor sehr nützlich gehalten. Sol terbleibt.