Band 
Erster Theil.
Seite
42
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42 Vorrede D. Baumgartens.

lich sind, als sie andern zu seyn scheinen: indessen wäre es vor Wissenschaften undKünste nicht gut, wenn kein Theil der Gelersamkeir andern brauchbar seyn solle,oder von niemand genutzt werden kdnte, als der sein ganzes Werk und einiges Ge»schäfte daraus machen, und alle dabey mögliche Untersuchungen, auch sogar die vonandern schon angestelre, selbst vornemen wolle und könte. So wenig die mathe-matische Wissenschaften und Künste darum verwerflich und unbrauchbar, oder an-dern Arten von Gelerten unnütz sind, weil es darin Untersuchungen und Ausrech«nungen gibt, die ungemeine Zeit, grossen Fleis und unverdrossene Mühe erfordern, son-derlich wenn jemand alle erwiesene Lehrsätze und ausgelösete Aufgaben, ohne Gebrauchfremder Arbeiten, selbst erweisen und auflösen wolte: eben so wenig darf diese Furchtjemand von den Geschichten abschrecken; zumal da es nicht nur in denselben mehr vor-gearbeitete Erleichterungen und Hülfsmittel giebt, als leicht bey einer andern Artder Gelersamkeit angetroffen werden, sondern auch ein mäßiger Umfang und geringereStufen der Einsicht derselben schon ihren merklichen und mannichfaltigen Nutzen ge-wären, auch ihre unleugbare und reizende Annemlichkeit mit sich füren (ze-).

Die sftnste Beisorge wird aus der Unerschdpfiichkeit der Geschichte hergenom-men sonderlich in Erwegung ihrer starken Reizungen und Annemlichkeiten: worausgar leicht eine unersätliche Neubegierde, Eckel unv Berdrus an nötigen und ernsthaftlern Beschäftigungen, ja wirkliche Beiseitsetzung der wichtigsten Obliegenheiten undunersetzlicher Zeitverlust entstehen könne.

Welche Beschuldigung der Geschichte nicht nur eine thätige Wiederlegung dernächstvorhergegangenen, sondern auch unerheblich ist und unstreitig zuviel beweiset:indem ein zufälliger Misbrauch nichts verwerflich macht, dessen nützliche Machbar-keit ihre anderweitige Erweislichkeit hat. Zumal da die Beschaffenheit der Geschich-te selbst diesem Misbrauch dergestalt begegnet, daß er weit seltener möglich ist, alsman besorgen möchte. Die Liebhaberey und Unersätlichkeit der Geschichte kan nichtleicht bey jemand von langer Dauer seyn, wo sie nicht auf dem Vergnügen beruhet, ent«

weder

(zy) In den Klagen über diese unauflösliche wie die alten Völker ihre Jahre gerechnet, undund unüberwindliche Schwierigkeiten der Zeit- wenn sie den Gebrauch der Sonnenjahre ange-rechnung hat der Hr. le Mascrier alle seine Be- nommen. Bey welchen Einsichten der Zeir-redsamkeit angebracht, die Dunkelheit, Finsternis rechnung es theils kein Wunder ist, daß er die-und Verwirrung derselben vorzustellen : welche selbe so fürchterlich beschreibet; theils zu wün-er sonderlich daraus herleitet, weil die Zeikrech- schen gewesen wäre, daß er die egpptische Zeit-uung der heiligen Schrift gedoppelt ist, die he- rechnung unerörterk gelassen hätte. Der richtigedräische und der 70 Dolmetscher, und sehr ge- Gebrauch, den der Anblick dieser Weitläufig'lerte Leute sich für jede derselben erklärt haben; keit der Geschichte, der häufigen Schwierigkeitenwobey ihm unbekant gewesen seyn mus, daß eben in denselben, auch der unleugbaren Mängelso gelerte Leute, als die Vertheidiger der griechi- mancher Theile derselben, von Rechts ivegensehen Zeitrechnung gewesen, sich vor eine dritte, verursachen solte, besteht in einer bescheidenendiesamaritamsche, erklärt Haben. Endlich thut Erkentnis der grossen Einschränkung se-nerer den Vorschlag, daß es vieleicht nötig seyn Einsichten, ja der menschlichen Erkentnis über-möchte, vor allen Dingen die Art zu untersuchen, Haupt.