Band 
Erster Theil.
Seite
46
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4.6 Vorrede D. Baumgartens.

fetten Theilen hinlängliche Proben ihrer Fähigkeit, Kentnis nötiger Sprachen/ Bele-secheit, anderweitiger Wissenschaften, guten Urtheils, und unverdrossenen Arbeitsam-keit, abgelegt haben; daß daher billig gehoffer werden kan, sie werden ihre unternom-mene Arbeit mit gleichem Flers und Geschick glücklich vollenden/ und der häufigenLiebhaber Erwartung erfüllen (47).

Der weite Umfang von Geschichten, so abgehandelt werden sollev/ und die Aus-fürlichkeit der Erzälung derselben, hat keine andere Einrichtung füglich verstattet, alsdaß die Vdlkergeschichte nach den vornemsten Reichen und derselben Abwechselungenbesonders vorgetragen, und die übrigen Geschichte derNatur, Kunst, Gelersamkeit undGottesdienstes, gehörigen Orts beiläufig eingeschaltet werden müssen. Daher wedereigentliche Jahrbücher, noch auch besondere Theile der Gelerten- oder Kirchenge-schjchte zu erwarten gewesen, obgleich das erheblichste beider letzten Arten hinlänglichdarin vorkomr.

Ausser dieser grössern und ausfurlichern Volstandigkeir der Geschichte, sonder-lich der alten und mitlern Zeiten, auch Morgenlandischen Völker, darin es diese alge-meine Historie andern zuvorthut, bestehen die wichtigsten Vorzüge derselben darin:daß i) die Begebenheiten aus den besten Quellen und ursprünglichen Geschichtbüchern,ja mehrentheils mit Beibehaltung der eigentlichen Ausdrücke derselben, obgleich öftersnur auszugsweise, erzälet, auch die jedesmaligen Stellen und die übereinstimmigeZeugnisse angefüret, ingleichen wiedersprechende Nachrichten nicht Übergängen, son-dern derselben Verschiedenheit nach richtigen Bestimmungsgründen der Warscheinlich-

keit

es erst nach seinem Tode öffentlich mktZuverlas- von dieser Arbeit mehr versprechen, als von demslgkeit bekant worden, daß er an diesem Werke arbeitsamsten Fleiö und der fruchtbarsten Fe«mit gearbeitet habe: der sich durch seine Ueberse- der eines einigen, auch noch so geschickten Man--Hung des Voraus, und die beigefügte Einleitung nes. Wovon die magdeburgische Centurienund Anmerkungen, um die Gelersamkeit sehrver- ein deutlicher Beweis sind, zu deren vom Joh.Vlent gemacht, auch seine Stärke sowol in der Andr. Schmid vorgeschlagenen Fortsetzung,arabischen Sprache als morgenländischen Hi- auch Ausbesserung, von demselben billig gleichesiorie überflüßig erwiesen. Von den übrigen Gemeinschaft mehrerer Mitarbeiter erfordertGliedern dieser Geselschaft habe weder von Eng- worden. Nimmermehr würde Claud. Fleur-rändern, die sonst des Zustandes der Geiersam- seine Kirchenhisiorie so gut geschrieben und sokeit in ihrem Vaterlande nicht unkundig gewe- weit gebracht haben, ob sie gleich dennoch unter«sen, noch durch Briefwechsel nichts zuverläßi- krochen und vom Hrn. Faber ziemlich ungleichges erfaren können. Daher mit ungewissen fortgesetzt worden: wenn er nicht anderer Mit«Mutmaßungen und erhaltenen Nachrichten des Hülfe, sonderlich bey den Auszügen der Kirchen«eben so ungewissen Gerüchts, die sich auch wieder- väter, gebraucht hätte. Des Hrn. Abt Calnierssprechen, niemand beschwerlich fallen wil. bilioire vniuei lelle ist zwar nicht von gleichen!

(47) Da nicht nur die Samlung und Vor- Umfange und einerley Einrichtung mit dieser al«arbeirung von Nachrichten durch mehrerer ver- gemeinen Historie, doch viel zu weitläufig, alseinigten Fleis sehr erleichtert und gefördert wird, daß eine gute Ausfertigung derselben aus den ebsondern auch der Beitrit mehrerer Leute von gentlichen Quellen, so ohnediö in Frankreich fastverschiedener Fahtgbert/m Absicht der Sprachen, ungewönlich geworden, von einem Verfasst',auch anderweitigen Wissenschaften, zu dergleichen nach so vielen andern Schriften, erwartet wer«Werk beinahe unentberlich ist: so kan man sich den darf.