Z8 Vorrede D. Baumgartens.
daher weniger Druckfeler in diesem Theil vorkommen/ als man gemeiniglich in grösser»Werken zu erwarten hat. In meinen Anmerkungen möchten sie häufiger seyn, wo siebeinahe unvermeidlicher gewesen/ als an den übrigen Orten. Indessen sind auch diesel-ben unerheblich und lassen sich aus dem Zusammenhange leicht verbessern und erraten.
Was endlich von der Fortsetzung zu melden seyn möchte, belauft sich ausfolgen-des: Nachdem der Anfang unter götlicher Hülfe gemacht, und die dabey unausbleib-liche Schwierigkeiten überwunden worden; wird jederman gar begreiflich seyn/ daßtheils die Fortsetzung merklich leichter und eilfertiger von statten gehen könne / theilsvon dem Verleger keine Aenderung seines Vorhabens und Versprechens zu besorgensey, der so diel Kosten auf diö Werk nicht würde verwandt haben, als ein und ande-rer Theil bey dem geringen Vorschuspreis nicht wieder einbringen könte, wenn er nichtden festen Entschlus ungesäumter Förderung gefast, sich auch im Stande befände undnötige Anstalt gemacht, denselben zu bewerkstelligen. Solte auch in Absicht aufmeine dabey übernommene Arbeit einige künftige Aenderung besorget werden: so köntenicht nur das Werk ohne dergleichen Beihülfe seinen Fortgang haben, und die blosseUebersetzung ihre unleugbare Nutzbarkeit behalten; sondern auch leicht jemand aufge-tragen werden, der mehr Fähigkeit und Zeit darauf zu verwenden hätte. Indessenwerde mich, so lange es GOtt gefält mir Leben und Gesundheit zu fristen, einer nütz-lichen Arbeit von so algemeiner und ausgebreiteten Brauchbarkeit nicht entziehen.
Die Uebersetzung des zweiten Theils ist bereits ziemlich weit gekommen, daß gleichnach Lieferung dieses ersten der Anfang mit dem Druck desselben gemacht werden sol.Ausser derselben wird an der Uebersetzung des dritten gearbeitet, und aller Fleis ange-wandt, die möglichste Beschleunigung zu veranstalten, ohne doch etwas zu übereilen,damit Lesern noch weniger gedienet seyn würde. Von Anmerkungen werden in man-chen der folgenden Theile weniger nötig seyn, wornach mich allezeit richten werde. Beyden in der heiligen Schrift erzälten Begebenheiten werde mir angelegen seyn lassen, dieneusten Angriffe und Bestreitungen derselben von Freigeistern, so nach Ausfertigung die-ses Werks sowol in England, sonderlich vom Thon,. Morgan, als auch bey unsvom Edelman geschehen, hinlänglich zu beantworten, und wo solches nicht in den An-merkungen füglich angehen solte, besondere Abhandlungen beizufügen.
M.r mchrerm wil anjetzo Leser nicht beschweren, bey denen schon die Weitläufig-keit dieses Vorberichts zu entschuldigen habe, da lange Vorreden von manchen vor eingros Uebel gehalten werden. Daher hiemit schließe und diese gesamte Arbeit dersel-ben gütigen Beurtheilung und heilsamen Gebrauch überlasse, mich aber und die weitereFörderung dieser sowol als anderer Bemühungen, dem gnädigen Beistand und SegenGOttes demütigst und zuversichtlich befele. Salle, auf der Königl. PreußischenFriedrichsumversttör den Mn April 1744.
Siegm. Iac. BaumgarteN'
Vorre-