64 Vorrede der Verfasser.
estaundGpmoja, unterdieftn aber einige neuere Kunstrichter ausuemen; dafern anders ihrebehauptete Grundsätze uns erlauben, diejenigen Christen zu nennen, welche da leugnen, daßer der Verfasser gedachter Bücher sey, und von einem neuern Schriftsteller 0 gelert sindwiederlegt worden. Ausser dem penraceuchus sind dem Moses einige andere Bücher,wiewolohne einige Gewisheit, beigelegt worden; als, das Buch Hiob, von welchem einige ver-meinen, daß es wärend seines vierzigjarigen Aufenthalts in Midian von ihm sey verfertigtworden: die diesen Beweis vor sich haben, daß es ganz offenbar vor der Befreiung derIstaeliren aus der egyprischen Knechtschaft geschrieben zu seyn erhelle, indem es sonst unge-reimt seyn würde, zu glauben, daß entweder Hiob oder seine Freunde, in Erwegung ihresGeschlechts und Landes, der Wunder, die GOtt zum Besten dieses unterdrückten Volks ge-than, so unkundig oder derselben so gar vergessen sollen gewesen seyn, sich bey ihrem langenund verwickelten Streit über die mancherley Haushaltung der Vorsehung darauf nichtauf die nachdrücklichste Weise berufen zu haben. Moses sol auch eilf Psalmen, nemlich denneunzigsten, ein und neunzigsten, und so fortan bis auf den Hunderten, geschrieben haben.Origenes -) glaubt, er habe das Buch Hiob aus dem syrischen ins hebräische übersetzt.Von verschiedenen unter den Alten werden auch einige wenige Ueberblcibsel anderer Bücher,als von ihm geschrieben, angezogen; z.E. i) seine Offenbarung, woraus der heilige Paulus,ihrer Meinung nach, diese Worte genommen haben sol: denn in Christo JEsu gilc wederdie Bcschneidung etwas-i)u.s.w. 2) seine kleinere Genesis; z) seine Himmelfahrt; 4) sei-ne Ausnam; s) sein Testament, und andere geheimnisvolle Bücher. Der h. Hieronymus,der eine oderzwey Stellen aus seiner kleinern Genesis anfüret, sagt uns, man habe sie zu sei-ner Feit in hebräischer Sprache gehabt'). Die Gechiter, eine alte Partey von Ketzern,bezogen sich aufsein Testament und seine geheimnisvolle Bücher oder Reden; allein siesind insgesamt so fern gewesen, einiges Ansehen in der Kirche erlanget zu haben, daß sie viel-mehr in Verachtung und Vergessenheit verfallen, je nach dem das Christenthum die Ober-hand erhalten (°). ^
Ob nun wol die Schriften Mosis die einigen Urkunden sind, worauf man in denaltestenZeiten fussen mus: so haben wir doch nicht verabsäumet, von eben dem Zeitbcgrif eini-ge weitere Nachrichten beizubringen, die uns von weltlichen Schriftstellern, namentlich demSanchomarho, Manecho und Berojüs, aufbehalten worden.
Ganchoniatho, der nach des Athenäus und Guidas Meinung ein Tyrier, nachandrer Meinung aber von Berytus gewesen ist, sol, wie Porphyrius der Weltweise H,Eusebius O und Theodorems O melden, zur Zeit des trojanischen Krieges gelebet ha-ben; daher Bochart, Humus u. a. m. in den Gedanken stehen, daß er mit Gideon zugleicher Zeit gelebet habe. Allein, diese Schriftsteller sind in ihrer Zeitrechnung ganz gewisirrig, und Sanchomarho mus weit später gelebt haben, indem er von Tyrus als von einersehr alten Stadt redet, so doch nur ein und neunzig Jahre vor der Zerstörung von Troja er-bauet
B.) Vorn Most und desselben sowol wahren troll, all libr. cancm. l)il)l. vet. teN. park. I c. 5 p. Z8 tz.Schriften und derselben ächten Richtigkeit, als auch vor- Rem. Leillier krttoire Zener. lles suteurs kscres etgeblichen Werken und angedichteten Büchern, wird aus- ecelef. tom. i clisp. ip. r-;6 und Joh. Alb. Labrr-fürlichgehandelt in ckod-Christoph Wolfs bibl. kebr. cii coll. psciillepigr. vet. rett. vol. i. p. zr;- 867. vol r-
tom. l. p. 87Zle<j. tom.^r seg. P.r 6 tom. z x 7s; 5 q. p. m - iro, alwo zugleich mehrere Schriften im Ueber-tom 4.p.iz 5 q. HerrnD »foy. Gottlob Lnrpzovs in- flus angefüret werden.
t) Verire <le ls rsüxion cdrecieii!,-. c) O/F,«» IN lvbnm. -/) Salat. 6, 15. k)
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