Band 
Erster Theil.
Seite
66
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66 Vorrede der Verfasser.

vorher wieder den Apion geschrieben, entgegen zu setzen. Allein, ihre Gründe sind so uner-heblich, daß sie kaum eine Beantwortung verdienen I).

Manecho, ein Egyprer von Geburt, Hohepriester und Verwarer der heiligen Ur-kunden seines Volks, blühete unter der Regierung prolemäus Philadelphus, auf dessenBefel er die Geschichte von Egypren zu schreiben unternam; indem er die heiligen Urkun-den, die seiner Aufsicht anvertrauet waren, aus der egyprischen in die griechische Spra-che übersetzte. Dieses Werk theilte er in drey Theile: wovon der erste die Geschichte derGötter; der zweite, der Halbgötter; und der dritte, der Dynastien enthielte, so sich mit demNecranebus, dem letzten Könige in Egypren, endigte, der in der hundert und siebentenOlympiade vom Ochus vertrieben worden, wenige Jahre vorher, ehe Alexander persieneroberte. Ausser der Geschichte von Egypren schrieb er verschiedene andere Bücher, nemlicheines von der Gorresgelersamkeit der Egyprer , gemeiniglich das heilige Buch genant;eines von den alten und gottesdienstlichen Gebrauchen der Egyprer , welches por-phyrius das Buch von dem Altertum und der Frömmigkeit nennet; eines von derArzneikunde; und eines von der Art, den Weihrauch zum Gebrauch der egypnschenPriester zuzurichten. Die beiden letzten Bücher werden zwar vom Suidas einem andernManecho, einem Mendester von Geburt, zugeschrieben; allein in dergleichen Dingen kauman sich auf sein Zeugnis nicht sonderlich verlassen. Gleichergestalt schrieb er sechs Bücher,in gebundener Rede, von dem Einflus und der Kraft der Sterne, welche er durch eine Zu-schrift dem ptolemaus Philadelphus gewidmet. Dieses Werk ist noch vorhanden, undvom Gronovius im Jahr 1698 in der ursprünglichen griechischen Sprache mit einer latei-nischen Auslegung und Anmerkungen herausgegeben worden, aus der einigen Handschrift,so davon aufbehalten worden, und in der mediceischen Büchersamlung zu Florenz befind-lich gewesen. Auf dieses Werk zielet paulinus Notarius in folgenden Versen:

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Er gab auch ein Buch von den Juden heraus, welches Jostphus in seinem ersten Buchwieder den Apion, als eine Schrift voller fabelhaften Nachrichten, wiederlegt. Von allenseinen Werken sind, seine Sternkunde ausgenommen, nur noch einige wenige Ueberbleibselbey dem Africanus, Eusebius und Gyncellus, vorhanden. Die Glaubwürdigkeit diesesVerfassers ist von verschiedenen Schriftstellern in Zweifel gezogen worden, nicht nur des un-glaublichen Altertums wegen, auf welches sich seine Geschichte erstreckt haben sol; sondernauch der Nachricht wegen, die er, wie man sagt, selbst von den Urkunden gegeben, worauser dieselbe genommen; indem er vorgegeben, daß er dieselbe von gewissen Pfeilern in dem se-riadifchen Lande genommen habe, woran vom Thorb, dem ersten Hermes, Ausschristenin heiliger Mundart und Buchstaben gesetzt, selbige aber nach der Sündflut aus der heili-gen Mundart in die griechische übersetzt, und von Agachodämon, dem Sohn des zweiten

Hermes,

(S.B-l Vom Sattcbum'athcm ist zu vergleichen die mont, der im ersten Theil seiner rellexions critiqu«- liirEinleitung Abfchn, 2.. §. 2,6 Anm.2,;,Hauptst.l Adschn.; les kittoires stessncieiis peuples das ganze erste Buchtz.,^5 Anm i;z,Hauptst.r.Abschn.z § ;->8-zrzAnm.ro8. auf diese Rettung desselben verwendet. und sonderlichWoraus zugleich erhellen wird, daß bis Urtheil von der ckap, 4. p 42 lq. den Einwürfen Simons, Dov-Unerheblichkeit der Einwürfe wieder die ächte und un- weis, Slillingfleets, Montfaucons, von Dalens,verfälschte Richtigkeit dieses Ueberbleibsels übereilet und Lalmets, Tournemines und anderer zu begegnenungegrüudet sey, ja dem eigenen Geständnis der Ver- sucht: dessen Antworten und Beweisgründe doch nichtfasser § zrr wiederspreche. Der eifrigste Vertheidiger unbeantwortlich seyn würden, wenn ste genau geprüftSanchnnimhons ist unter den neuern Stepp. Four- werden selten.