Band 
Erster Theil.
Seite
73
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Vorrede der Verfasser.

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proclus Virginias Tricostus Bürgermeister gewesen; allem diese haben sechs Jahre vor-her solch Amt verwaltet, und diejenigen, so in demselben Jahre diese Wurde bekleidet, sindLass Fading zum zweitenmal, und Gpurms Furms Fusus gewesen: ein Versehen, wel-ches sich nachgehends auf die ganze Folge seiner Jahrbücher erstreckt. In den Nachrich-ten von Egyptc» sind ihm von den egyprischen Priestern ebensals grosse Unrichtigkeiten, mAnsehung der Jahrzalen, aufgebunden worden ('I. ..

In der Geschichte der Moabuer, Ämmonirer, Midiamrer u. s.f. folgen wwhauptsächlich der heiligen Schrift und dem Joseph»-, von welchem wir jedoch abgehen,wenn er, wie öfters geschiehet, sich die Freiheit nimt von der heiligen Schrift abzuweichen.Joseph»» schrieb seine Geschichte von dem jüdischen Kriege und der Zerstörung Jerusa-lems zuerst in hebräischer, oder nach anderer Meinung ->), in syrisch' chaldaischer Spra-che, zum Gebrauch seines eigenen Volks, und übersetzte sie nachgehends um das siebenteJahr der Regierung des Kaisers Vespaftans, dem er sie widmete, ms griechische. Vre-ses Werk wurde auf des Kaisers Befel in die öffentliche Buchersamlung zu Rom gesetzt,und, wie Eustbins und der heil. Hieronprnus melden 2), der Verfasser mit einer UM er-richteten Bildseule beehret, welches sehr wenigen wiederfaren. Nebst seiner Geschichteschrieb er zwanzig Bücher von den jüdischen Altertümern, die er seinem grossen Gönner Epaphrodims zueignete. In diesen Büchern giebt er uns die Geschichte der Juden, von

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zehnten Jahre des Kaisers Domina», das ist. im drey und neunzigsten nach Christi Geburtvollendet. In seiner Zeitrechnung gehet es öfters sowvl von den siebenzlg Dolmetschernals von den Schriftstellern anderer Völker ab; ja er ftimt vielfältig mit sich selbst mcht »ver-ein, welches wir der Unachtsamkeit und Unwissenheit seiner Abschreiber zurechnen mögen: in-dem man einen solchen Unterschied unter den alten Handschriften von den letzten zehn Bil-chern seiner Altertümer, und den gedruckten Ausgaben, warnimt, daßermge aufdie Gedan-ken geraten sind »), er habe zwey verschiedene Abschriften davon hinterlassen. , Die War-haftigkeit dieses Schriftstellers, absonderlich in seinen Büchern von den Altertümern, ist häu-fig in Zweifel gezogen worden; und seine Nachrichten gehen in der That nicht nur manch-mal von der heiligen Schrift ab, sondern sie sind gar zuweilen demjenigen völlig entgegen,was wir in der Geschichte Mofts und der Propheten lesen: und das geschiehet, nachdem erfeierlich versichert hat, daß sein Vorhaben sey, nichts von dem seinigen zuzusetzen, sondernwe"üch, ohne die geringste Aenderung abzuschreiben, was er in den heiligenUrkunden fernesVolks finde. Ex schrieb ferner zwey Bücher wieder den Apion, der in dem dritten unsviertenBuche seiner eayptisthen Geschichte die Juden angegriffen und sie schimpflich durch-gezogen. In diesem Werk zeigt er, daß er nicht nur in der Geschichte seines, sondern auchaller andern Volker bewandert gewesen; und daß er, wie der heilige Hieronymus es aus-

x 2 druckt

Voin Diodoeo ist zu vergleichen Voßiusäe KM. ßrscc. lib. L c. r x. es« lh. aluw derselbe gegenLud.Vivem und BodiNtiM vertheidiget wird. webches auch in -Henr. Stephan» Schuhschrift für densel-ben geschiehet; ingieichen Fabvrcrus t>it>l. xrscc. lib.zc. zr g. 769 lh. wo noch verschiedener Ueberblribsrl derverloren gegangenen Bacher desselben Meldung geschie,

ererrir. In Lironlum. t

k-incsti »ä Kostüm p. z8>.

het, die der anjetzt in-Holland besorgten Ausgabe bei-gefüget worden, deren Uebersehung auch in der neustenframöftschen Ausgabe Diodori vom AbbeTereasso»angetroffen wird, alwo die Vorrede der ganzen Uebersr-zung auch gute Nachrichten von diesem Geschichtschrei.-ber ertheilet.

Z. KIU. ecclrst ek c. >Z. c»k>Io§. z)