Band 
Erster Theil.
Seite
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»-8 Vorrede der Verfasser.

Sündfiut eingefürt, und niemals als eigentliche Theile des Jahrs oder eines dazu gehörigenMonats angesehen worden; sondern als Tage, die vordie Geburt fünfverschiedener cgyprk-scher Gotheiten gehört, welche, wie in einer berumten Ueberlieferung, dieplurarch -) an-fürt, bemerket wird, weder meinem Jahre noch in einem Monar geboren wer-den sollen.

Das jüdische Jahr bestand, wie aus den Rechnungen erhellet, die Moses von denTagen der Sündflut und sonsten ertheilet, aus dreihundert fünfund sechzig Tagen, undfolglich aus zwölf Sonnenmonaten, wovon der letzte fünf und dreißig Tage hatte. DaNasses in Egppten erzogen worden,ist es sehrwarscheinlich,daß er die besagte Art zurech-nen daselbst gelernet habe; ja überdis mus es den Juden die bekantefte und leichtesteArt gewesen seyn, als welche Zeit ihres langen Aufenthalts in Egypren daran gewönet wor-den. Scaliger-), und andere nach ihm, haben zwar angenommen, daß sie alle hundertund zwanzig Jahre einen Schaltmonat gehabt; allein es ist klar, daß in der Schrift nichtdie geringste Spur von dergleichen Einschaltung oder Jahre von dreizehn Monaten zu findenist; ob es gleich nicht leicht zu erraten stehet, wo sie die sechs Schaltstunden der Egypterhingebracht haben, wenn man nicht dergleichen etwas annimt. Indessen rechnete Mosesnachgehends, auf GOttes ausdrücklichen Befehl, die Jahre nach Monden.

Das alte Jahr in Griechenland, Lydien und den griechischen Pflanzstädten in A-sien,sowol als das erste römische Jahr vor desNumapompilius Ausbesserung, bestandgleichfals aus dreihundert und sechzig Tagen, wie der oben angefürte gelerte Schriftstellervöllig darthut ")

Ausser der Rechnung nach Monaten und Jahren rechneten die Griechen die Zeitauch nach Olympiaden, und enthielte eine Olympiade vier Jahre. Diese Art zu rechnenist von den olympischen Spielen entstanden, die alle vier Jahre gefeieret worden, und einsolches Ansehen erhalten haben, daß die Griechen ihre Jahrzalen daher genommen. Siesind, nach einiger Meinung, im Jahre der Welt zao8,776 Jahre vor Christi Geburt, zwei-und zwanzig Jahre vor Erbauung der Stadt Rom angegangen, nach anderer Meinungaber im Jahre der Welt zssi.

Die Römer rechneten durch Lustrums oder Reinigungsopfer, die um das Jahr hun-dert und achtzig der Stadt Rom vom Servius Tullus eingefüret worden, und alle fünfJahre gleich nachdem Census erneuert werden sollten; daher ein Lustrum eine Zeit vonfünf Jahren enthalten. Sie müssen aber eine Zeitlang aus dem Gebrauch gekommen seyn,wie aus den Fastr's capirolinis erhellet, wo gemeldet wird, das fünfzigste Lustrum seymdem fünfhundert vier und siebenzigsten Jahre nach Erbauung der Stadt Rom gehaltenworden (^).

Was die Zeitrechnung der Alten betrift, so kan man sich auf dieselbe nicht verlassen.Bey den morgenlandischen Völkern ist dieselbe durch die unter ihnen entstandenen Streitig-keiten

tzi. B.) S- -Hauptst.z. Adschn. 4 §. 617 Anm. Z59 les jcmrr ct kes lieures lies Nxyptiens, stes 6rccs, ste,Abschü. r § ;;8 Anm.zzi auch Z47. komains, ct lies klebreux, im ersten Th. connnen-

B) Ausser den oben angefürten (zo) Stellen, tarii littersl. p. 64. und die gelerte Schrift -Henr.sonderlich Anm.r^l/stnd von vormaligen Arten der Zeit- Dsdwels cle veteribus Zraecormn romonorum^uerechnung zu vergleichen, theils die chronologiscken cyclis oditerque cle c)-clo Iiiilscorum sctste ckrittiL>hrbücher,nl6ÄUg. Stvaueyensclironol und Dion. liiNertskioncs äecem cum ksbiilis necelisriis, intcrun-peravji rationsrium tcniporum , Aug. .Lalmets tur tabulis fr-zgmciits vetcrum incäna sä rem fl-e-remLrguesstirlachrolioloAie.liiries snnees, Icsinois, ciaittiz elieviioloAicsiu.

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