erster Abschritt.
IS
ser(^) Amalrkcus , besten Leichnam im Anfange des brechenden Jahrhundertsausgegraben und verbrant worden "), weil er bey seinem Leben geltzhret haben solle, daß alleDinge GOtt selbst seyn; daß GOtt alles oder das Wesen aller Geschöpfe sey, dergestalt, daßder Schöpfer und die Geschöpfe ein Ding seyn, und daß GOtt darum der Zweck aller Dingegencnnet werde, weil alles in ihn zurücke kere §). Welche Meinung hernach DavidvonDinank, sein Schüler, und verschiedene andere angenommen haben sollen*); wiedenn auch der gelehrte pecer Adelard beschuldiget worden, daß er eben dieser Meinung«ugethan gewesen ").
§. i6.
Dieser Jrtum ist nicht allein in den Gränzen von Europa blieben, sondern er hat. Aenlichersich auch gar merklich in den morgenländischen Gegenden ausgebreitet. Unter den Iapa- ^apaneser un»Nestrn findet sich eine gar namhafte Partey, welche lehret, daß es nur ein einiges Grund- Muhammed--.Wesen aller Dinge gebe; daß dis Grundwesen ein einfaches, klares, lichtes, keiner Ver- ner.
Merung oder Verminderung fähiges, »„figürliches, höchst volkommenes und weises We-sen sey; das aber bey dem allen keine Vernunft und Verstand besitze, und in einer vol-lkommenen Unthätigkeit, Sorglosigkeit und Ruhe lebe, als ein Mensch, dessen Aufmerk-samkeit dergestalt auf eine einige Sache gerichtet ist, daß er an nichts weiter denket. Die-ses Grundwesen sol sich nun, ihrer Meinung nach, in allen einzeln Dingen befinden, undihnen sein Wesen dergestalt mittheilen, daß sie init demselben eines seyn, und bey ihrerZerstörung in dasselbe aufgelöset werden ^). Diejenige Partey, so von den Muhamme-danern al Zenadicka genennet wird, welches in der einfachen Zal Zendick heissek,. be-hauptet gleichfals, daß alles, was wir sehen oder in der Welt ist, GOtt selbst sey -).
Und der berümte Abu Moslem (^), durch dessen Anfürung und Vermittelung das(alifar von dem Geschlecht des (Dmejah auf die Nachkommen des Abbas gekommen,
E 2 wird
q) IN klencko kseres. vvce 6n>2lr!cvs p. rz. Er setzt hinzu, daß, nach einiger Bericht , dieser Ke-tzer samt seinen Schülern lebendig verbrant worden. ä) c. ir. Lerion n. -i- concor-ii-
cuin !-.0§le2. e) Diü. srr. §pino2L noc.
Viä. L-y-/- >. c. Vul. kibiiorkccr 8el-üa 1?om. i I.. ,o c. i, p. n. ». vialonaits
Ililioriqu- er cririque arlic. lapoii, rem-rgue O. -) ViggZl -li '17. z. ZY 4 .
(»7 B.) Dieser besckrieene Lehrer wird von denGeschichtschreibern sowol Almaricus als Amalrr-cus, oder französisch Amauri genant: welcheslektere auch richtiger ist, und durch eine grosse An-za! in den Geschichten voriger Zeiten vorkommen-der Männer eben dieses Namens bestätiget, auchvon den besten ältern und neuern Schriftstellern bei-behalten wird. Weil in der parisischen Kirchen-versamlung des Jahrs 1209, auf weicher die Ver-dammung dieses Amalrichs und seiner Anhängervorgegangen, zugleich verordnet worden, die Schrif-ten Arisiotelis, so diese Ketzereien veranlasset, zuverbrennen, und unter Strafe des Bans wederabzuschreiben, noch zu lesen, noch zu besitzen, so durcheine Verordnung sowol des päpstlichen Abgeordne-ten vom Jahr irr;, als auch Gregor» des 9 selbstvon irzz, an die parisiscke hohe Schule aufs neueeingeschärft worden: so wird höchst warscheinlich ge-Murmasset. daß diese Partey den peripaterischenLehrbegrif vorgetragen, den sie doch auch mir eini-gen platonischen Sähen und Ausdrucken aus des
unächten Dronys» Areopagita und Jod, Scott'Erigena Schriften vermerkt haben mag, ohne zuden eigentlichen Vorgängern des Spinoza zu gehö-ren. Die ausfuriichste Nachrichten davon sindanzutreffen theils in den aKis conciliorum echt.kkarchiiniaiiae ton,. 6 psrt. 2 p. 1991 kz. ESM.Martene tkek nou- »necciotok. tom. 4 I,. l6;.r^at. Alexandri Kitt. cccl. tom. 7 p. 7; h. Elans.Lleury Kitt. eccl. liv. 66 §.Z9 tom. 16 p. 266 fq.theils in Joh. Franc. Buddei äe atkeismo c. I §. 2Zcle kaerek. ex pkil.Lrittoteiis ort» in vbleru. kslenk.tom. 1 obst 1; §»7. chtt. cle 8 pino 2 .Snte 8 pino 23 m §.1 l -1;, und Hrn. Bruckers Kitt. pkil. tom. z p. 688-) Die Herren Verfasser nennen diesenMan Amalrrcus, da er doch eigentlich Alma-ricus heisset, wie er auch so vom prateolo und an-dern genennet wird.
O8.B.) Die japanischen Parteien und Lehrbe-griffe sind aus Lyina herzuleiten. Von beidenwird im folgenden mehr vorkommen. Die ganzeNachricht von den sptnosistischen Jrtümern der
Mu-