zo Einleitung zur algeinemeu Welthistorre
aller Dinge zusammen getragen, daran GOtt keinen Theil gehabt; und dabey er angrnom- l
men, daß die heidnische Gotheiten, die Zophasemin, so die planeren und Fixsternegewesen, stufenweise von dem Leben der Pflanzen, die keine Empfindung haben und dochzum theil angebetet worden, in den Zustand der sittlichen Thiere gekommen, die noch feier-licher verehret worden, bis sie endlich volkommene Geistergeworden, mithin würdig, diehöchste Anbetung zu behaupten; darin ihr gesetzmäßiger Gottesdienst stehen blieben. , >
Man hat aber auch anderntheilö angemerket, daß Eusebius keine Gelegenheitvorbey gelassen habe, die Heiden auf der schlimsten Seite vorzustellen, und ihre ganzeTheologie ungereimt und lächerlich zu machen"). Wenn man daher die Worte Sanchmniathons aufs vortheilhafteste ausleget; so ists nicht unwarscheinlich, daß die Phöniciereigentlich zwey Grundwesen angenommen, deren eins das finstere Chaos, das andere aberein Geist ") oder eine verständige und fruchtbare Güte gewesen sey, so diese Körperweltgebildet und zur Volkommenheit gebracht *). Welches Geistes Ewigkeit sie mit dem,was hernach folget, anzuzeigen scheinen, wenn sie sagen, daß derselbe von seiner eigenenHervorbringung nichts gcwust; welches allem Ansehen nach so viel heißet, als daß er ewiggewesen. Da aber diese Cosmogonie der Phönicier ganz unstreitig aus den Nachrich-ten des Thoyt genommen worden, mithin auch im Grunde mit der EgHptier Lehrbegrif tdavon einerley ist, der demnach eben derselben Beschuldigung atheististher Jrtümer un-terworfen ist: so kan die ganze Beurtheilung so lange ausgesetzt bleiben, bis derselbe aucherwogen worden»
§. 28.
Meinung der Die Nachricht von dem Ursprung aller Dinge, welche Diodorus Scculus ertbei-
Lgypter. , wird gemeiniglich vor die Cosmogonie der Egyptier gehalten H, obgleich gedach-ter Disdorus solches nicht ausdrücklich meldet. Sie besteht aber darin: Beim ersten An-fange der Welt hat Himmel und Erde einerley Gestalt gehabt, indem beider Natur mit-einander vermischet gewesen. Nachdem sie aber mit der Zeit von einander abgesondertworden, hat die Welt die gesamte Einrichtung erhalten, darin wir sie,noch jetzo erblicken: da cdenn zuerst die Luft eine beständige Bewegung bekommen, wodurch die feurigen Theil- ?chen derselben in die obern Gegenden aufgestiegen, da sie ihrer Leichtigkeit wegen ganz na-türlich sich erhoben; woraus denn die schnelle Wirbelbewegung der Sonne und anderer !Sterne entstanden. Die leimichte und trübe Materie aber, nachdem sie sich mit der feuch-ten vermenget, fiel, vermöge ihrer natürlichen Schwere, auf einen Klumpen zusammen.Bey beständiger Bewegung desselben durch innere Erschütterungen entstund aus den ver«samleten wässerigen Theilchen das Meer, aus den vestern aber die Erde; welche zwarim Anfange sehr weich und feuchte gewesen, nachdem sie aber vermittelst der Sonnenstra- 'len ausgetrocknet, so begunte die Oberfläche der Erde durch anhaltende Hitze in Gärungzu geraten, wodurch einige feuchte Theile derselben aufzuschwellen angefangen und nachund nach zu faulen Beulen worden, die mit dünnen Häuten umgeben gewesen. Diese lfeuchte Materie nun, nachdem sie von der natürlichen Warme fruchtbar gemachet worden, !
sey !
übersetzet:
dieses Wert hat Aimberlano5 >) Eusebius scheinet eben dieser Meinung 6^
-e) ImeNeQua! p. ziy.
. 5' Ludworch I. c n Eusebius scheinet eben vieler Meinung
imieii zu y.y„, ob er wol demzenigen yaiipkstnck, worin er diesen Ort aus dem Diodoro Sieuls a>>-gesurrt Yak, welches m zeinem ersten Buch das siebente ist, die Ucderstbrifl
gegeben: v-- iec,mri„m OiüiV'vL: so der Uebereinstimmung in der Hauptsache wegen gesch^
hen, uidcm, wie >ednmian bekant ist, die griechische,, Philosophen ihre Physiologie von PcnEpker» bkrbiniiien haben»