Band 
Erster Theil.
Seite
67
JPEG-Download
 

zweiter Absthmt. 67

dieser Welcwclse einer notwendigen und angebornen Neigung gedenke,'welche zuweilen fähigsey die Himmel umzukeren und auf einen andern Weg zu bringen, und dadurch Verwirrungund Unordnung anzurichten zweitens, weil er von zweierley Arten von Selen rede,deren eine gut, die andere schädlich sey; und endlich, weil er geleret, daß, ehe die Weltgebildet worden, die Materie eine unordentliche Bewegung gehabt habe, als welches mitsich bringe, daß darin eine unordentliche und unvernünftige Sele befindlich gewesen, alsder Beweger derselben; indem eine Materie unfähig sey, sich selbst zu bewegen. Man hataber bey der ersten augefürten Stelle angemerket, daß Pluto, als wann er die Absicht ge-habt, einer solchen Miödeutung seiner Worte zuvor zu kommen, hinzugesetzet: daß man nichtdenken müsse, es gebe zween Götter von wiederwärtiger Neigung, so die Himmel zuweilenauf die eine, zuweilen auf die andere Seite wendeten. Und eben bis kan auch zur Antwortauf das nächste Vorgeben dienen, daß plaro zweierley Selen behauptet, eine wohlthuen-de und eine schädliche; als welches eben soviel seyn würde, als ob er zwey Götter angenommenhärte: indem plaro allem Ansehen nach nur überhaupt die Selen in gute und in böse ein-getheilet, weil diese moralische Verschiedenheit eigentlich nur der Art von Wesen zukomme,die er Selen nennet, und von denselben allein herrüre, nach seinem vorhergegangenen Vor-trage, daß die Sele die Ursach des Guten und Bösen, rechtmäßigen und unrechtmäßigen sey «).Wenn er aber hernach auf die Untersuchung der Sele der Welt oder des Himmels komt: si>behauptet er ausdrücklich, daß es keine andere als höchst tugendhafte Sele sey >). Wasaber den letztem Grund anlanget, daß Pluto der Materie eine unordentliche Bewegung bei-geleget: so scheinet es, daß er darin nur der algemeinen Meinung beigekreten, daß die Weltaus einem Chaos, oder aus einer anfangs unordentlich bewegten, hernach aber in Ordnunggebrachten Materie gebildet worden *). Und was endlich den Ursprung des Bösen betrifk,so scheinet Pluto denselben weder GOtt, noch einer ungestalten Materie, noch endlich aucheinem unvernünftigen und schädlichen Geiste, sondern der Unvermeidlichkeit unvolkomnerWesen zugeschrieben zu haben«).

Indessen ist nicht zu leugnen, daß einige unächte Christen (^), als die Marcio-uiten, Manichaer und paulicianer, diese Meinung von zwey selbständigen Göttern,einem guten und einem bösen, wirklich behauptet haben; welchen letzter« der Manes Hyleoder die Materie genant *).

Ä>) /Vsr» in kolirica, <ie I.ex!bu! I.. 10» ->) Ic!cin Ibittem. r) iiitell. 8 ytt. p. uff.

ä!L. Kitt. srr. Loroattre, rcmargue ?. !«) inrell. 8 /tt, p. 2-0. ö) con-

tra ?guttum k. ro. c. Z.

Unter die erstern aber Just. ^ipßus pkyttol. ttoic. meisten hier angefürten Anhänger solches JrtumS,l-i äiss. 14 ; per. Gassenvus pkz's. ttÄ. l 1 .1 c. ;; den eigentlichen bösen Gott durch Ausflüsse undPer. Büste äi<5t. tritt. srt. 2oroskre not. L, und Geisterzeugungen aus dem guten Gott herleiten,sonderlich Herr Abt Mosbeim über Ludworths Von dieser ganzen Untersuchung verdienet XVolfsinteli. c. 4 ^.IZ p. L41, welche doch mehren- lnanickLeisinus snte dlsnickaeum , Beüusobre»theils plütoms Meinung etwas anders bestimmen klttoire äe dlsniekee et cln manickeisme Part. Lals vom Plutarcho geschehen, damit sie seinen übri- liv. 4.6, und Hm- Abt Mosheims initic. Kitt.gen Lehrsätzen gemasser zu seyn scheine. ckritt. »>si. ttÄ. i park. r c. 5 §. 4 v. zzr-465

(;--B.) Die verschiedenen gnostifche» Par. verglichen zu werden,reien gehören sämtlich hiehrr, ob sie gleich, wie die

I-

Dritter