Band 
Erster Theil.
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69
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dritter Abschmt. 69

Geschöpfe in zwölf Häuser eingetheilt habe. In den ersten tausend Jahren habe er Himmelund Erde erschaffen; in den nächsten, das sichtbare Firmament, so er den Himmel genant;im dritten tausend, das Meer samt allen Wassern, die auf dem Erdboden sind; im vierten,die grossen Lichter, die Sonne, Mond und Sternen; im fünften, das Geflügel, Gewürmund vierfüßl'ge, ja alleThrere in der Luft, Erde und Wasser; und im sechsten, die Menschen.Es scheinet daher, daß ihrer Meinung nach vor der Bildung des Menschen sechs tausendJahr verflossen seyn, und das menschliche Geschlecht die andern sechs tausend Jahre aufdemErdboden fortdauren solle; indem die ganze Zeit der Vollendung aus zwölf tausend Jahrenbestehe Denn sie haben vermeinet, daß die Welt gewissen Veränderungen unterwvv-stn sey, worin sie ganz umgebildet werde, und ein neues Alter, Einrichtung und Geschlechtber Einwoner bekomme. Solcher Erneuerungen und Geschlechte sol es nun, ihrer Meinung^ch, in allem achte geben, so von einander in Gewonheiten und Lebensarten ganz unterschie-dn seyn; ein jedes aber eine gewisse von GOtt bestimte Anzal von Jahren dauren würde,die in den Zeitkauf eingeschränket seyn, den sie das grosse Jahr genant (^). Die Annä-herung einer solchen Veränderung sol, nach der rojcanisthen Warsager Vorgeben , durchllll ungewönlich Zeichen seyn angezeiget worden; so sich zu den Zeiten des C. MarillS zuge-tragen und darin bestanden haben sol, daß man bey ganz Hellem und heiterm Himmel ansein-Mal einen starken und kläglichen Schal einer Posaune gehöret, zu jedermans Entsetzen undäusserstem Schrecken ^). Das sind alle die Ueberbleibsil, so wir von der alten hemiristHenNaturlehre noch haben; von der zu mutmaßen steht, daß sie einer genauern Erkentnis wolwürdig gewesen, indem dieses Volk besonders eifrig und fleißig in Erforschung der Natur ge-Wesen '). Ausser diesen jetztgedachten Leuten, so diese Meinung der grossen Weltv rände-rungen geheget, haben auch die Druiden (^) eine Wechselsweise durch Feuer und WasserErgehende Auflösung und darauf folgende Erneurung der Welt gelehret

Iz §. 72.

-ipUll Lmljzm in vore: l'/rrlienl.t-.Z p. Ziü. /*) t,!b 4.

, (6,. B.) Es ist nicht nur möglich, daß nach die-leiri Lehrbegrif die Materie, woraus alles gebildetMden, vorher schon dagewesen: sondern auch ausAgenden zwey Gründen sehr warscheinlich. Daß^Mal eine so lange Zeit zur Bildung der Theile"er und Arten der Geschöpfe erfordert wor-so blos aus dem Wiederstande und der Unfä-^8keit der Materie begreiflich werden kan: und>°nderlich die abwechselnde Auflösungen und Er-neuerungen der Welt in gewissen Zeitkäufen, und dieNMe Meinung vom grossen Jahr eine solche^vigkeit der Welt mit sich zu bringen scheint, dienachher in dem stoischen Lehrbegrif k'unflmaßiger«wacht worden. Wovon Igc. Thomasii älsscre." exullione munäi lloies, sonderlich ciiss. ; stcinzßno und öilll 9 cio plioenice, Hrn. AbtLUvghoj,tiS still. ste crertione mimsti ex niliilop- 99;, und Hm. Druckers 1 >.pk.t. i x. Z44»n vergloichen ist.

» Die Uebereinstimmung und das Her-

. wwen der -Hecrurier oder Toscaner mit und von, " alten Celten, hat Hr. Sim.pelloutier liiiinirehlJ.^ltes liv. 1 c. ic> p. ioi tv. behauptet. Die°>'r Annemunz einer abwechselnden Folge von Zer-

in 87US: p. 456. e) Kc«/«r

störungen und Erneurungen der Welt, so den Drui-den hier beigelegt wird, beweiset noch keine Ueber-zeugung von eigentlicher Schöpfung derselben vonGOtt (öl). In Martins relißic», stes gsuloisliv. ? c. rz p. 107 5 g. wird der Druiden Lehrbegrifvon der egpprischcn Meinung und Vorstellung desWeltey (§. 29^ hergeleitet; wobey doch die späternDenkmale der römischen Zeiten, da viel fremde Lehr-begriffe nach Gallien kommen, zum Destimmnngs-grimde der alten und ächten Lehre der Druiden ange-nommen worden. Mehr Nachricht von den Mei-nungen der alten nordischen und abendländischenVölker von der Schöpfung und dem Untergang derWelt, ist zu finden in Hrn. Druckers Kill. pkil.t. i

р. )2>8 5 g. EI Schedii ste stiis ßerinanoriim 5 yngr. 2csp. 2^, Hrn. Joh. Ge. Reysler« onüg. 5 el. 5 ept.et celt. 5 e<ss. 2 c. 2 §. Z 5 g. p. n8 5 g. Trog. Arn-kiels cimbrisshen^eidenreligion cap.14 pag.87 sg.

с. 44 pag 26z sq. ingleichen ci'mbrisclicn Heiden-bekerung B. r cap. ; §. Z pag 29, auch Io Chri-stoph Ctesscls siuiguit. germsnor. 5 ej. im hinhan-ge oder den praecognim llieoioxrLe^eter. gering§. '4 lst- 5 - 447 lg.