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Emleimttg zrrp asgemcmen Welthistorie
§.
Meinung Die Magier unter den alten Persern haben gleichfals die Welt vor erschaffen >ver Magier von GOtt gehalten; wie ihre Nachfolger heut zu Tags unstreitig noch thun §). Weil siebey, den per-aber verlegen gewesen, den Ursprung des Bösen anders zu erklären: so haben sie zweyGrundwesin angenommen, einen guten Geist oder Gore, und einen bösendavon der er«stere der Ursprung alles Guten, der andere aber alles Uebels sey. Jenen haben sie unterdem Bilde des Lichtes, diesen aber der Finsternis, als ihren eigentlichsten Vorstellungszeichen/abgebildet zu seyn vermeinet ^). Das gute Grundwesen, oder Gott, haben sie Zezadoder Zezdan, desgleichen Dcmozd oder ^ormizda genant, woraus die Griechen Oro-mazes gemachet. Das böse aber Ahariman oder Ahriman, und die Griechen Arima-nius O', Da wir willens sind, gehörigen Orts von der alten Religion der Magier und ,ihren verschiedenen Meinungen, sowol wahren als falschen, umständlichere Nachricht zu er«theilen: so bemerken wir alhier nur dis einige: daß obgleich eine Partey unter ihnen geglau-bet, wie irachher auch die Manichaer und einige andere Ketzer gethan, diese zwey Grundw'e«ftn seyn von Ewigkeit dagewesen, dieselbe doch von ihnen selbst vor irgläubig gehalten worden;indem die ächte und ursprüngliche Lehre der Magier gewesen, daß das gute Grundwe-sen alleine ewig sey, das andere aber sey erschaffen. Welches nicht nur aus dem einmüti-gen Zeugnis der morgenländischen Schriftsteller erhellet, sondern auch aus den ächten Ueber«bleibseln Zoroafters, so wir im griechischen haben, insbesondere aus folgender Beschrei-bung der allerhöchsten Gotheit, so aus den eigenen Worten Zoroafters genommen ist. ^GOtt, sagt er, hat einen Kops wie ein Sperber; welches ein symbolischer Ausdruck seyn smuS; und ist das erste unter allen Dingen, unverweslich, ewig, Erschaffen, ohne Theile, jungleich mit allen andern Dingen, der Beförderer alles Guten, unparteiisch, der Beste un- -ter allen Guten, Klügste unter den Klugen, der Vater der Billigkeit und Gerechtigkeit,der Grund aller seiner Erkentnis ist in ihm selbst, ursprünglich, volkommen, weise, und dereinige Urheber alles besten, was in der Natur heilig ist ^). Und in derThat, daß das böse !Grundwesen nicht vor selbständig gehalten worden, ist offenbar aus dem, was plurarchus,ob er gleich sehr zuverläßig das Gegentheil versichert, dennoch von desselben künftigen Ver« >nichtung meldet; indem es unmöglich ist, daß etwas «»erschaffenes vernichtet werden sol-le («-). t
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Fortsetzung Eben dieser Schriftsteller stattet von der Ueberlieferung der Magier, in Ansehung !rreyelben. ihrer Götter und der Einfürung des Bösen in die Welt, folgenden Bericht ab 0: Groe !
mazes bestehe aus dem reinesten Licht, Arimanms aber aus lauter Finsternis, und seyn lbeide im gegenseitigen Streit wieder einander. Gromazes habe sechs Götter erschaffen:
der !
F) Sieht Account llkrlie Neüxion vf tke perle«! p. L. in prooem. p. 6. r'1
ae relix. ver. Nerlarum c.9. ^ intser» coileü. N'iruuinPerl. spuä Lnleb. <ie prie^rr. LuaoA. l
r.. >. c. ,c> p. §r. Osthanes der Magier hat am gleiche Weift voll GOtt geschrieben, ibi-i. /) Siehec«^sr»d,nre».8)-»-m.p.rir. >
Die morgenländischen Schriftsteller, auf Die ächte Nichtigkeit der grrecbistlien Ueberbleibstl Ideren Uebereinstimmung sich die Verfasser alhier be- Zoroafters ist höchst verdächtig und unwarscheinliK'rufen, sind die acavljaien Geschichtschreiber, die nicht Wovon petr. Lambecii prollr. Kilt. it». p. 79 K- s«ur von diesen Zeiten sehr entfernt gewesen, sondern Fabricii bibl. gr. üb. i c. z6 p. »4; lss. zn vergle>^mich in dem nicht migegrnndetcn Verdacht stehen, chen ist, inglcichen Hrn. Brockers kikor. pki! t< ^ >
manches den alte» Magiern angedichtet zu haben, so p. l44-i58;aiwo anch p. 17;- i zz .der^oroastristvk ^
von ihrem wahren Lehrbegris sehr verschieden ist. Lehrbegrifgenaurr vorgetragen wird, >