Band 
Erster Theil.
Seite
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IO6 Einleitung zur algemeincn Welthistorie I

in einer Zeit von beinahe hundert und dreißig Jahren, denn in demselben Jahre des MerSAdams wurde Seich geboren, der an Adels Stelle gesetzt worden, sich einer leichten Aus»rechnung nach auf mehrere tausend Selen erstrecken können, sonderlich wenn man die an-^ fängliche Fruchtbarkeit erweget, und voraussetzt^, daß binnen solcher Zeit niemand gestorben !

sey r). Der allerscheinbarste Einwurf der praadamiten aber ist wol dieser: daß, wenn .Adam und Eva die Stameltern des ganzen menschlichen Geschlechtes gewesen, keine er« lträgliche Ursache des Unterschiedes der Farbe zwischen schwarzen und meisten Menschen angege- ?ben werden könne; indem höchst unwarscheinlich sey, daß dieselben beiderseits Nachkommen ieinerley und eben derselben Eltern seyn. Darauf kan aber geantwortet werden, daß sich dieseManchfaltigkeit der Farbe unter den Menschen gar wol auf eine andere Art erklären lasse.Wir wissen nemlich, wie sehr die Hare und Farbe der menschlichen Leiber verschieden sind nachder Gegend und Lage ihres Aufenthalts, und der grösser» oder geringern Entfernung dersel-ben von der Sonne: woraus wir denn gar wol schließen können, daß die erste Colonie, die >sich in einem sehr heißen Lande niedergelassen, nach dem Verhältnis der Hitze solcher Gegend ^

eine grosse Veränderung der Farbe erfaren und sehr gelb werden müssen, so stufenweise inS !

schwarze gefallen, nachdem sie die Hitze der Sonnen mehr und mehr verbrant; daher denn ^in den nächsten Nachkommen solche gelbe Farbe natürlich, ja mit der Zeit zu einer eingebil-deten Schönheit ganzer Völker werden können. ManSleute haben sich mit solcher Farbeviel wissen können, die Weiber aber ihnen um derselben willen desto zugethaner zu seyn, so >daß derselben Liebe zu ihren Männern, und der tägliche Umgang mit denselben, eine starkeWirkung auf die Frucht ihres Leibes haben, und verursachen können, daß jedes Kind immerschwärzer und schwarzer worden, nach der grösser» Neigung und Einbildung der Mutter, de«ren Kraft aus häufigen Exempeln unwiedersprechlich ist. Diö vorausgesetzt, haben die also

gezeugten Kinder der gänzlichen Schwärze immer näher kommen müssen. Und da ihre zar,te Leiber, nach der Art solcher Lander, nackend der heftigen Hitze der Sonnen ausgesetzt gewe-sen: hat ihre Haut notwendig ganz außerordentlich verbrant und wol gar in ihrer Zusam-menfügung geändert werden müssen, daß sie dadurch eine stärkere Schwärze erlangt als ihreEltern gehabt. Auf solche Weise ist es gar nicht unwarscheinlich, daß ein Volk von der schön-sten Farbe, wenn es in ein heißes Land gekommen, nach wenig erzeugten Geschlechten zu völligenMoren werden können. Was den Einfal anlanget, den einige gehabt, daß diese schwarzeFarbe anfangs unnatürlich gewesen, und als eine Strafe den Cham, Noäh Sohn, betroffen,daß er seines Vaters Blöße aufgedecket ^), und daß alle Leute von dieser Farbe Nachkom-men dieses pflichtvergessenen Sohnes seyn '): so ist derselbe sehr unwarscheinlich und unge«gründet; indem der bey dieser Gelegenheit ausgesprochene Fluch namentlich auf den Ca,naan, Chams Sohn, gelegt worden, von dessen Nachkommen doch, dem ohngeachtek,bekant ist, daß sie nicht schwarz gewesen

§. rktz.

Zeitdauer der Wir haben demnach die Erde durch die verschiedenen Stufen ihrer Bildung be-schöpfung. trachtet, und gesehen, wie sie nach und nach vollendet, mit Pflanzen und Bäumen bekleidet,

und

,) Siehe NlcholScanf-rence«:kk-Neig vol.>.kwrt.k. t>) , Mof Y, 72 . Yil-Icl. v 2;.

(yr.B.) Von diesem Traum des Is pexrerii recens controu. tom. r p. loc, <g. zu vergleichen,ist-HernEhristopb Engelckenu prsrüäzmitizmi alwo zugleich die Vertheidiger sowol als Mederle-rceeirs incruüsti exsmen, und Fach. Grapii tkeol. gungen desselben angezeiget worden.