Band 
Erster Theil.
Seite
186
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rs6 i Hauptstück. Die algemeine Welthistorie bis auf die Sündstuk.

§. 20Z.

Bereit baby- Der Babvlonier Altertümer sind vom Beroso (z) gesamlet worden, einem geborne»

Mische alter- Chaldaer, der zu den Zeiten Alexanders des grossen gelebet hat"). Wir haben abervon seinem Werk nur noch einige wenige Ueberbleibsel *): deren Hauptinhalt wir alhier, s»Viel davon in den gegenwärtigen Zeitkauf gehöret, mittheilen wollen ('").

§. -04.

Ursprung Nach einer Beschreibung von Babylonien berichtet derselbe, daß im ersten Jahr«der künste und aus dem roten Meer an einem Orte, nahe an den Grenzen dieses Landes, ein gewisses unver-Wissenschaften. Mnstiges Thier (^) hervorkommen, dessen Name Oannes gewesen. Sein ganzer Körperhabe die Gestalt eines Fisches gehabt; doch habe es unter seinem Fischkopfnoch einen andern;jngleichen Menschenfüsse , so aus seinem Fischschwanz hervorkommen, auch eine menschlicheStimme gehabt, wovon das Bild noch bis auf dieselbe Zeit aufbehalten worden. DiesesThier sey des Tages über mit den Menschen umgegangen, ohne etwas zu essen, und habe densel-ben die Einsicht der Buchstaben und Wissenschaften, nebst dem Gebrauch verschiedener Künstebeigebracht. Es habe sie angewiesen in Städten beisammen zu wonen, Tempel zu erbauen,GeseHe einzufüren, und sie in der Msskunst unterrichtet; ihnen auch die Einfamlung der Feld-lmd Baumfrüchte gezeiget, ja mit einem Wort, die Menschen mit dem allen versehen, was zueinem gesitteten Leben nötig oder dienlich gewesen. So daß nach derselben Zeit nichts vor-kreflicheö mehr erfunden worden. Wenn dieSonne untergegangen, so habe sich dieses Thierwieder ins Meer begeben, und sey die Nacht hindurch daselbst verblieben, weil es im Wasser undauf dem Lande leben können. Nach demselben seyn verschiedene andere Thiere, von ebenderselben Gestalt, zum Vorschein gekommen, die in der folgenden Erzälung gemeldet wer-den. Oannes aber habe solchen Unterricht nicht nur durch mündlichen Vertrag ertheilet,sondern auch, wie unser Schriftsteller berichtet, Bücher geschrieben vom Ursprung allerDinge t), und von bürgerlicher, auch häuslicher Geselschaft s).

Ande«

?) Siehe oben die Ei'nleitunS §- za. ?)

apu-I Hxncelluln p.rg.

HiüF. ex spuä p, r8.

(Z) Von diesem Schriftsteller wird der Leser ge-nauere Nachricht in der Vorrede finden.

<* -H.) Die Ueberreste von den Nachrichten Be-roft können gelesen werden in Labricii bibliotfiecstzrsrcs titi. 6 e. iL.

(154. B-) Bon den Ueberbleibsel» Beeosi ist oben§. zo. (17) zu vergleichen. Ios Scaliger hat einigederselben zuerst herausgegeben, auch sowol im tlic-<snrc> tempomm, als im Anhange M Schrift äe e-rnenäsiione kempnrmn dieselben mit Anmerkungenerleuterr, die vom Jac. Goaro bey der AusgabeSvnceUi häufig verbessert worden. Es müssen die-selben mit der «mächten Schrift des Betrügers Itt-nii von Viterdo unter der Aufschrift kcr«6 ksbxlo-Nll sntlguikLtum >L. ; nicht verwechselt werden, soMit einigen andern Büchern gleichen Gehalts vomMprsiko Lesbio, rn. Pore Larc-ne, Arcbilo-cbo, Manelhone, LNerastvene, ZLenophonte,R. Fabio Purere, L. Sempronio und phikoneunter der Benennung »iUoris smigus herauskom-

men. Bey der commelinignistben Ausgabe sol-cher Samlung 1599 ist Last,. Varcertt ccnüira M

cjuena-im suciorein, gui tiih falls inicriptione De-von Lkslasei circnmtertnr, anzutreffen.

M Das grieckiscl,e heisset ^«°« Z-px-v-». Alleinbefolgende Erzälung zeiget zur Gnügean, daß das-selbe nichts weniger als unvernünftig gewesen. Da-her mit Recht ein vorgegangener Schreibftler zu ver-muten sey "

Was die Namen Ognnes und Anncdotus an-Estet, die dieser Person, und denen, die von gleichetGestalt gewesen, und unten vorkommen, beigelegetworden; so möchte es thöricht zu seyn scheinen, einigeErklärung derselben aufzusuchen. Da fie aus den»Meere gekommen: so ist sehr warscheinlich, daß sieAuslander gewesen, und zu Schiffe in Lhakdäa ange-kommen (zi), Das ftrische Wort Gnudo bedeuteteinen Reifenden oder Fremdling, und kan ziemlichungezwungen in einen jeden der beiden anqefürteNNamen verwandelt werden.

tZv) s-Z ) Daher meinet Ist voßius, daß Man lesen müsse ein mänlicheS Lbier viu rabric.o-

Lvci, t-lsuäsj», V. pser, r, LFF, (^1) Siehe Lkronol, Y. L<o, an.